Permanente Funktionsschiene (analog) mit FAL - PKV

Behandlungsbereich/ Versorgungsform

FAL/FTL

Abrechnungsbereiche

GOZ
Analogleistung
BEB '97
BEB Zahntechnik
Privat abrechnen

Fallbeschreibung/ Dokumentation

Funktionsanalyse und Therapie bei einem Patienten mit craniomandibulärer Dysfunktion (CMD), 

01.08.: Vollständige Untersuchung und Besprechung. Pat. hat Beschwerden im Kiefergelenk und Rückenprobleme. War bereits beim Orthopäden dieser hat um ein Konzil wegen einer möglichen craniomandibulärer Dysfunktion mit entsprechender Therapie gebeten.

Befundaufnahme und Anamnese mit CMD-Screening nach Befundbogen der DGFDT. Elektronische Vermessung der optimalen Bisslage mittels speziellen Sensors mit Registrierung der UK Bewegung. Abformung beider Kiefer und Bissverhältnisse für Planungsmodelle und zur Herstellung einer Funktionsschiene.Zentrikbissregistrat und Scharnierachsenbestimmung mittels Übertratungsbogen.

03.08.: Diagnostische Maßnahmen an den Modellen im Artikulator einschließlich subtraktiver oder additiver Korrekturen. Anfertigung einer permanenten Funktionsschiene.

08.08.: Eingliederung einer permanenten Funktionsschiene mit beratendem und belehrendem Gespräch mit Anweisung zur Beseitigung schädlicher Gewohnheiten.

26.08.: Kontrolle der Schiene und erneute beratende und belehrende Gespräche geführt.

DatumZahnGeb.-Nr.LeistungAnz.FaktorBetrag
01.08.GOÄ
6
Vollständige Untersuchung des stomatognathen Systems11005.83
01.08.GOÄ
1
Beratung, auch telefonisch199
01.08.GOZ
0060
Situationsmodelle, einschl. Auswertung u. Diagnose, 2 Kiefer126014.62
01.08.GOZ
8000
Klinische Funktionsanalyse einschließlich Dokumentation150028.12
01.08.UKGOZ
8010
Registrieren der gelenkbezüglichen Zentrallage des Unterkiefers, auch Stützstiftregistrierung, je Registrat118010.12
01.08.GOZ
8020
Arbiträre Scharnierachsenbestimmung130016.87
01.08.GOZ
8035
Kinematische Scharnierachsenbestimmung mittels elektronischer Aufzeichnung 155030.93
01.08.GOZ
8065
Registrieren von Unterkieferbewegungen mittels elektronischer Aufzeichnung zur Einstellung voll adjustierbarer Artikulatoren und Einstellung nach den gemessenen Werten, je Sitzung185047.81
03.08.GOZ
8080
Diagnostische Maßnahmen an Modellen im Artikulator einschließlich subtraktiver oder additiver Korrekturen, Befundauswertung und Behandlungsplanung, je Sitzung125014.06
08.08.GOZ
6190
Beratendes und belehrendes Gespräch mit Anweisungen zur Beseitigung von schädlichen Gewohnheiten und Dysfunktionen10.000
08.08.UKEingliederung einer permanenten Funktionsschiene Bewegungsanalyse zur Behebung von craniomandibulären Dysfunktionen §6 Abs.1 (analog)100
26.08.Digitale Vermessung der Bisslage zur Feststellung von craniomandibulären Dysfunktionen §6 Abs.1 (analog)100
26.08.GOZ
7040
Kontrolle eines Aufbissbehelfs1653.66
Gesamt: 181.02

Berechnungsfähige Materialien

  • Abformmaterial,

 

Laborposition: Funktionsschiene

Hinweise zur Abrechnung

  • Die Leistung nach der Nummer 8000 umfasst auch folgende zahnärztliche Leistungen
    • prophylaktische, prothetische, parodontologische und okklusale Befunderhebung,
    • funktionsdiagnostische Auswertung von Röntgenaufnahmen des Schädels und der Halswirbelsäule,
    • klinische Reaktionstests (z. B. Resilienztest, Provokationstest)
  • Neben den Leistungen nach den Nummern 8020 bis 8035 sind die Material- und Laborkosten für die Artikulation des Ober- und Unterkiefermodells im (halb) individuellen Artikulator gesondert berechnungsfähig.
  • Neben den Leistungen nach den Nummern 8050 bis 8065 sind Material- und Laborkosten für die Einstellung des (halb) individuellen Artikulators nach den gemessenen Werten gesondert berechnungsfähig.
  • *Eine Diagnose auf dem Rechnungsformular für die Nummern 8000ff kann Erstattungsprobleme mit der Beihilfe reduzieren bzw. vermeiden, da Rückfragen vermieden werden.
  • Ein verbindliches Formblatt ist nicht vorgeschrieben, empfohlen wird zum Beispiel das Ausfüllen des Vordrucks „Klinischer Funktionsstatus“ der DGZMK.
  • ** Analogposition  muss praxisindividuell ermittelt werden

 

Kommentar zur GOZ-Position 8000:

  1. Die klassische klinische Funktionsanalyse dient der Feststellung von Erkrankungen oder Veränderungen in der Funktion des craniomandibulären Systems (Craniomandibuläre Dysfunktion/CMD). Diese können sowohl die Zähne als auch Knochen, Gelenke, Muskulatur, Innervation und Gefäße in ihrer Funktion beeinflussen. Die Diagnostik dieser Störungen wird durch die klassische klinische Funktionsanalyse eingeleitet. Diese umfasst das Zusammentragen und Beurteilen der Ergebnisse unterschiedlicher Einzeltests (Palpation, Auskultation, nicht instrumentelle Erfassung der Kieferbewegungen).
  2. Die Befunde werden in der Regel formgebunden erfasst (z. B. „Klinischer Funktionsstatus“ der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie/DGFDT).
  3. Die Ergebnisse müssen dokumentiert und ausgewertet werden.
  4. Die Gebührennummer ist je Befunderhebung berechenbar und ist in der Regel im Verlauf einer funktionstherapeutischen Behandlung wiederholt indiziert.
  5. Die Leistung kann auch im Zusammenhang mit der eingehenden Untersuchung (Nummer 0010) berechnet werden.
  6. Andere weiterführende Untersuchungen, z. B. die manuelle Strukturanalyse sowie Tests zur Aufdeckung orthopädischer und psychosomatischer Co-Faktoren, sind nicht Bestandteil dieser Leistung. Die dreidimensionale Vermessung der Kiefer- oder Kondylenposition ist nicht Bestandteil der Leistung und kann nach § 6 Abs. 1 berechnet werden. Diesbezügliche zahntechnische Leistungen, z. B. Einstellung des Artikulators, sind nach § 9 Abs. 1 GOZ berechenbar.
  7. Die Gebührennummer ist im Verlauf einer funktionstherapeutischen Behandlung wiederholt berechnungsfähig.
  8. Die Leistung kann auch im Zusammenhang mit der eingehenden Untersuchung (Nummer 0010) berechnet werden. Andere weiterführende Untersuchungen, z. B. die manuelle Strukturanalyse sowie Tests zur Aufdeckung orthopädischer und psychosomatischer Co- Faktoren, sind nicht Bestandteil dieser Leistung.