107 Entfernen harter Zahnbeläge, je Sitzung

BEMA Bewertungszahl:
16
BEMA Nr.:
107
Behandlungsbereich:
Parodontologie
Abkürzung:
Zst

Beschreibung

Entfernen harter Zahnbeläge, je Sitzung

Dokumentation

  • Region der Entfernung
Abrechenbar je:
einmal je Kalenderjahr

Abrechnungsbestimmungen

  1. Das Entfernen harter Zahnbeläge ist einmal pro Kalenderjahr abrechnungsfähig.
  2. Die Leistung nach Nr. 107 kann nicht abgerechnet werden, wenn in demselben Kalenderjahr bereits eine Leistung nach Nr. 107a abgerechnet worden ist.

Zusatzleistung abrechenbar

• In Ausnahmefällen kann eine Anästhesie erforderlich werden. Eine Begründung in der Karteikarte oder elektronisch ist anzuraten.
• In Ausnahmefällen kann eine Anästhesie erforderlich werden. Eine Begründung in der Karteikarte oder elektronisch ist anzuraten.
• u. v. m.

Kommentare

Der Leistungsinhalt ändert sich nicht. Allerdings wird die Abrechnung dieser Leistung im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung eingeschränkt. Sie kann nur noch einmal pro Kalenderjahr abgerechnet werden. Diese Leistungseinschränkung erscheint zahnmedizinisch vertretbar, sie war aber auch erforderlich, um finanzielles Volumen für neue Leistungen bzw. für Leistungsänderungen, insbesondere in der Individualprophylaxe, zu schaffen. Weitere Maßnahmen der Belagsentfernung in demselben Kalenderjahr gehören nicht zur vertragszahnärztlichen Versorgung.

Kommentarquelle:
KZBV
  1. Das Entfernen weicher Beläge kann nicht zu Lasten der GKV abgerechnet werden.
  2. Wird Zahnstein an Prothesen, Brückengliedern oder Implantaten entfernt, muss dies mit dem Patienten privat vereinbart werden (Vereinbarung gemäß § 4 Abs. 5 BMV-Z, bzw. § 7 Abs. 7 EKV-Z)
  3. Die Behandlung von Wunden, die durch das Zahnsteinentfernen verursacht wurden, kann nicht mit Nr. 105 abgerechnet werden (GOÄ-Nr. 2000ff.).
  4. Die Nr. 105 neben der Nr. 107 ist dann abrechenbar, wenn eine Mundschleimhauterkrankung diagnostiziert wurde.
  5. Muss auch subgingivaler Zahnstein entfernt werden, kann zur Schmerzausschaltung eine Anästhesie nach Nr. 40 oder 41a abgerechnet werden.
  6. Wünscht der Patient eine Oberflächenanästhesie, muss diese mit dem Patienten privat vereinbart werden (Vereinbarung gemäß § 4 Abs. 5 BMV-Z, bzw. § 7 Abs. 7 EKV-Z)
  7. Das Entfernen von Zahnstein vor Beginn einer PAR-Behandlung ist angezeigt, da das Fehlen von Zahnstein Grundvoraussetzung ist für eine systematische PAR-Behandlung.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

KZBV-Gutachtertagung der PAR-Referenten (Stand 11.06.2004)
Zur Rezidivbehandlung, wenn bereits die geschlossene und offene Therapie durchgeführt wurde
Es wird die Auffassung vertreten, dass die Mitwirkung des Patienten und die Prognose für sein Gebiss entscheidend ist. Selbstverständlich wird von einem ausreichenden Recall nach durchgeführter Par-Behandlung ausgegangen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass es für die Nachsorge des Patienten keine adäquate Leistungsposition im BEMA gibt. Diese Leistungen sind in der Regel im Rahmen der professionellen Zahnreinigung mit dem Patienten privat abzurechnen.