3240 Vestibulum-/Mundbodenplastik, kleiner Umfang

Punktzahl:
550
(1) 30,93 (2.3) 71,15 (3.5) 108,27
Gebührenziffer:
3240
Behandlungsbereich:
Chirurgie

Beschreibung

Vestibulumplastik oder Mundbodenplastik, kleineren Umfangs, auch Gingivaextensionsplastik, je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich, bis zu zwei nebeneinanderliegenden Zähnen

Leistungsinhalt

  • Schleimhautschnitt (die Knochenhaut bleibt intakt)
  • Schleimhautverlagerung in Richtung Kieferbasis
  • Befestigung der Schleimhaut in der neuen Situation

Dokumentation

  • Patientenaufklärung, Einverständniserklärung des Patienten
  • Zahnangabe, Bereich
  • ggf. besondere Umstände während des Behandlungsablaufes
  • Verhaltensmaßnahmen
  • verwendetes Material (Nahtmaterial)

Abrechenbar je

Kieferhälfte oder Frontzahnbereich

Abrechnungsbestimmungen

  • keine

amtliche Begründung

  • Die Leistung nach der Nummer 3240 beschreibt Vestibulumplastiken oder Mundbodenplastiken kleineren Umfangs für einen Bereich von bis zu zwei nebeneinanderliegenden Zähnen oder einen vergleichbar großen Bereich am zahnlosen Kieferabschnitt. Operative Eingriffe größeren Umfangs sind nach den Nummern GOÄ 2675 (Kieferhälfte oder Frontzahnbereich) oder 2676 (totale Mundboden- oder Vestibulumplastik) zu berechnen. Die Gingivaextensionsplastik wird wegen des vergleichbaren Aufwandes in die Leistung nach der Nummer 3240 einbezogen.

zusätzlich berechnungsfähig

Knochenersatzmaterialien sowie Materialien zur Förderung der Blutgerinnung oder der Geweberegeneration (z. B. Membranen) sowie zum Verschluss von oberflächlichen Blutungen bei hämorrhagischen Diathesen oder, wenn dies zum Schutz wichtiger anatomischer Strukturen (z. B. Nerven) erforderlich ist, sowie atraumatisches Nahtmaterial oder nur einmal verwendbare Explantationsfräsen, sind gesondert berechnungsfähig.

Kommentare

Oktober 2018

  1. Diese Nummer ist berechnungsfähig für eine lokal begrenzte Vestibulum-, Mundbodenoder Gingivaextensionsplastik. Die Berechnung erfolgt je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich und wird jeweils nur für einen kleinen Bereich von bis zu zwei nebeneinanderliegenden Zähnen angewendet. Die Leistung kann auch in zahnlosen Kieferabschnitten erbracht werden. Die Beschränkung der Ausdehnung ist entsprechend des Leistungstextes anzuwenden.
  2. Die Leistung kann sowohl der Verbesserung des Weichteillagers als eine präprothetische Maßnahme dienen als auch im Rahmen anderer chirurgischer, parodontalchirurgischer oder implantologischer Maßnahmen z. B. zur Verbreiterung der fixierten Gingiva erfolgen. Die Nummer ist nicht berechnungsfähig für die Beseitigung von Schleimhautbändern.
  3. Die Vornahme einer Vestibulum-/Mundbodenplastik über einen Bereich von mehr als zwei nebeneinanderliegenden Zähnen oder mehreren getrennten Operationsgebieten in einer Kieferhälfte ist nach Nummer 2675 (GOÄ) zu berechnen. Die totale Vestibulum-/ Mundbodenplastik ist unter Nummer 2676 (GOÄ), die submuköse Vestibulumplastik unter Nummer 2677 (GOÄ) verzeichnet.
  4. Beim Einsatz eines Lasers wird ein Zuschlag nach der Nummer 0120 berechnet.
  5. Zur Leistungsberechnung tritt der betreffende Zuschlag aus dem Abschnitt L hinzu.
  6. Bei dieser Leistung fällt zusätzlich der OP-Zuschlag nach der Nummer 0510 an, sofern es sich um die höchste zuschlagsfähige Leistung am Operationstag handelt und kein OP-Zuschlag aus der GOÄ zur Berechnung kommt.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Nach dieser Gebührenposition wird die Vestibulumplastik oder Mundbodenplastik kleineren Umfanges berechnet. Hierzu zählen nur lokal begrenzte Mundvorhof- bzw. Mundbodenplastiken bei kleinerem Operationsumfang (bis zu 2 Zähne)
  2. Für einen größeren Operationsumfang sieht die GOZ keine Gebührenposition vor, so dass auf den Abschnitt L der GOÄ zurückgegriffen werden muss. Dieser Abschnitt ist gemäß Paragraph 6 Absatz 2 GOZ dem Zahnarzt „geöffnet”. Plastiken in einem Bereich von mehr als 2 Zähnen werden nach Nr. 2675 GOÄ berechnet.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

01.06.2015

  1. Eine Leistung nach der Nr. 3240 GOZ ist mit Versicherten der GKV vereinbarungsfähig, wenn die Leistung über das Maß einer ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen Behandlung bzw. über den Rahmen der Behandlungsrichtlinie hinausgeht.
  2. Eine Vestibulumplastik nur aus kieferorthopädischen Gründen ist privat zu berechnen.
  3. Eine Vestibulumplastik bei festsitzendem Zahnersatz ist privat zu berechnen.
  4. Eine Vestibulumplastik in Zusammenhang mit einer Implantation ist privat zu berechnen.
  5. Bei örtlicher Trennung von Vestibulumplastik und Insertionsort der Implantate erfolgt die Abrechnung der Vestibulumplastik nach Nr. 59 BEMA, sofern gemäß den Bestimmungen des BEMA eine Abrechnung der Leistung möglich ist.
  6. Die Abgrenzung der Leistung nach Nr. 3240 GOZ von den Leistungen nach den Nrn. 2675, 2676 und 2677 GOÄ ist zu beachten.
  7. Neben der Leistung nach der Nr. 3240 GOZ ist ggf. ein Zuschlag nach der Nr. 0120 (Laser) sowie bei nichtstationärer Durchführung ein entsprechender Zuschlag nach Abschnitt L GOZ berechenbar.
Kommentarquelle:
KZBV