0120 Zuschlag für die Anwendung eines Lasers

Punktzahl:
0
(1) 0,00 (2.3) 0,00 (3.5) 0,00
Gebührenziffer:
0120
Behandlungsbereich:
Allgemeine Leistungen

Beschreibung

Zuschlag für die Anwendung eines Lasers bei den Leistungen nach den GOZ-Nummern 2410, 3070, 3080, 3210, 3240, 4080, 4090, 4100, 4130, 4133 und 9160

Leistungsinhalt

Bei der Anwendung eines Lasers im Zusammenhang mit den aufgeführten konservierenden, endodontischen, chirurgischen, parodontalchirurgischen und implantologischen Leistungen kann dieser Zuschlag berechnet werden.

Dokumentation

  • Indikation
  • Art des Lasers
  • Region/Zahn
  • Risikoaufklärung des Patienten

Abrechenbar je

Behandlungstag

Abrechnungsbestimmungen

  • Der Zuschlag nach der GOZ-Nummer 0120 beträgt 100 v. H. des einfachen Gebührensatzes der betreffenden Leistung, jedoch nicht mehr als 68 Euro.
  • Der Zuschlag nach der GOZ-Nummer 0120 ist je Behandlungstag nur einmal berechnungsfähig.

amtliche Begründung

  • Die Leistungen nach den GOZ-Nummern 0110 und 0120 bilden für einige Leistungen der Abschnitte C, D, E und K nach dem Vorbild der GOÄ Zuschläge für die Anwendung eines Operationsmikroskops und eines Lasers ab.

Kommentare

Oktober 2018

  1. Bei der Anwendung eines Lasers im Zusammenhang mit den aufgeführten konservierenden, endodontischen, chirurgischen, parodontalchirurgischen und implantologischen Leistungen kann ein Zuschlag berechnet werden. Der Zuschlag ist jedoch nur einmal je Behandlungstag und nur neben einer der oben abschließend aufgeführten Leistungen ansatzfähig.
  2. Die Höhe des Zuschlags entspricht dem einfachen Gebührensatz der Leistung, neben der er berechnet wird, und ist nicht steigerungsfähig. Bei der Durchführung mehrerer zuschlagsfähiger Leistungen wird diejenige Leistung zur Bemessung herangezogen, die mit der höchsten Punktzahl bewertet ist. Der Zuschlag darf jedoch höchstens einen Betrag von 68,00 Euro erreichen, es sei denn, der Zuschlag wird nach § 2 Abs. 1 GOZ frei vereinbart.
  3. Die Nummer 0120 ist nur berechnungsfähig als Zuschlag zu den in der Leistungsbe - schreibung enumerativ abschließend benannten Gebührennummern der GOZ. Bewirkt der Einsatz des Lasers nur eine Modifikation einer anderen, nach der GOZ berechneten Grundleistung, so ist der Einsatz nur bei der Bemessung der Grundleistung gemäß § 5 Abs. 2 bzw. durch eine Vereinbarung gemäß § 2 Abs. 1 und 2 berücksichtigungsfähig. Stellt der Einsatz eines Lasers eine selbstständige, in der GOZ nicht beschriebene Leis tung dar, so ist eine analoge Bewertung angezeigt.
Kommentarquelle:
BZÄK

01.06.2015

  1. Eine Vereinbarung des Zuschlags nach der Nr. 0120 GOZ mit Versicherten der GKV ist neben einer Sachleistung nicht möglich. Vereinbarungsfähig ist die Anwendung eines Lasers nur als selbstständige Leistung nach den Bestimmungen der GOZ (außerhalb der in der Leistungsbeschreibung enumerativ aufgeführten Gebührennummern).
  2. Bei der Nr. 0120 GOZ handelt es sich um eine Zuschlagsposition; es wird keine eigenständige Leistung beschrieben. Der Ansatz bleibt auf Gebührennummern der GOZ beschränkt, der Zuschlag kann nicht zu einer BEMA-Leistung berechnet werden.
  3. Sollte die Anwendung eines Lasers als selbstständige Leistung erfolgen (und nicht nach Nr. 0120 GOZ) und damit von einer BEMA-Leistung abgegrenzt werden, so ist die Leistung nach § 6 Abs. 1 GOZ zu berechnen.
  4. Beispielsweise kann die Laser-Anwendung zur Dentinflächenentkeimung und -konditionierung, Dekontamination von Wurzelkanälen sowie zur Sulcusdekontamination vereinbart werden.
  5. Im Rahmen der Parodontitistherapie ist bei Versicherten der GKV der Lasereinsatz zur Deepithelisierung, Entkeimung etc. als selbstständige Zusatzleistung möglich, ohne dass der Versicherte seinen Anspruch auf die vertragszahnärztliche Leistung (Nrn. P200 ff. BEMA) verliert. Die Berechnung erfolgt jeweils gem. § 6 Abs. 1 GOZ und nicht nach Nr. 0120 GOZ.
  6. Eine Parodontitistherapie allein mittels Laser ist keine vertragszahnärztliche Leistung und muss privat vereinbart werden.
Kommentarquelle:
KZBV
  1. Die Leistung ist eine Zuschlagsposition und kann nur mit dem einfachen Gebührensatz der zuschlagsberechtigten Gebühr berechnet werden.
  2. Wird der Laser im Zusammenhang mit einer Wurzelkanalaufbereitung an einem mehrwurzeligen Zahn eingesetzt, ist nur einmal der Einfachsatz der Nr. 2410 berechnungsfähig.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen