3045 Entfernen eines extrem verlagerten retinierten Zahnes durch Osteotomie

Punktzahl:
767
(1) 43,14 (2.3) 99,22 (3.5) 150,98
Gebührenziffer:
3045
Behandlungsbereich:
Chirurgie

Beschreibung

Entfernen eines extrem verlagerten und/oder extrem retinierten Zahnes durch umfangreiche Osteotomie bei gefährdeten anatomischen Nachbarstrukturen

Leistungsinhalt

  • Durchtrennung der Schleimhaut und Knochenhaut
  • Bildung eines Mucoperiostlappens
  • Darstellung des OP-Gebiets
  • Abtragung des Knochens
  • Darstellung des Zahnes
  • Entfernung des Zahnes
  • Modellation der Knochenwunde
  • Blutstillung
  • Wundreinigung
  • Wundversorgung einschließlich Wundverschluss

Dokumentation

  • Patientenaufklärung, Einverständniserklärung des Patienten
  • Zahnangabe
  • ggf. besondere Umstände während des Behandlungsablaufes
  • Verhaltensmaßnahmen
  • verwendetes Material (Nahtmaterial, Drainage)

Abrechnungsbestimmungen

  • keine

amtliche Begründung

  • Das Wort „tief“ vor dem Wort „verlagert“ in der bisherigen GOZ-Nummer 304 wird gestrichen, weil es sich für die Abgrenzung dieser Leistung und der GOÄ Nr. 2650 als nicht hilfreich erwiesen hat.
  • Die neu in das Gebührenverzeichnis der GOZ aufgenommene Leistung nach der Nummer 3045 entspricht inhaltlich weitgehend der GOÄ Nr. 2650. Sie ist dabei stärker auf die Entfernung eines retinierten Zahnes abgestellt. Damit wird das in der Anwendungspraxis auftretende Problem der Abgrenzung dieser Leistung zur Germektomie (Nr. 3270) gelöst.

zusätzlich berechnungsfähig

Knochenersatzmaterialien sowie Materialien zur Förderung der Blutgerinnung oder der Geweberegeneration (z. B. Membranen) sowie zum Verschluss von oberflächlichen Blutungen bei hämorrhagischen Diathesen oder, wenn dies zum Schutz wichtiger anatomischer Strukturen (z. B. Nerven) erforderlich ist, sowie atraumatisches Nahtmaterial oder nur einmal verwendbare Explantationsfräsen, sind gesondert berechnungsfähig.
Knochenersatzmaterialien sowie Materialien zur Förderung der Blutgerinnung oder der Geweberegeneration (z. B. Membranen) sowie zum Verschluss von oberflächlichen Blutungen bei hämorrhagischen Diathesen oder, wenn dies zum Schutz wichtiger anatomischer Strukturen (z. B. Nerven) erforderlich ist, sowie atraumatisches Nahtmaterial oder nur einmal verwendbare Explantationsfräsen, sind gesondert berechnungsfähig.

Berechnung daneben ausgeschlossen

– GOÄ-Nr. 2650 anstelle der GOZ-Nr. 3045

Kommentare

Oktober 2018

Das Wort „tief“ vor dem Wort „verlagert“ in der bisherigen GOZ-Nummer 304 wird gestrichen, weil es sich für die Abgrenzung dieser Leistung und der GOÄ Nr. 2650 als nicht hilfreich erwiesen hat. Die neu in das Gebührenverzeichnis der GOZ aufgenommene Leistung nach der Nummer 3045 entspricht inhaltlich weitgehend der GOÄ Nr. 2650. Sie ist dabei stärker auf die Entfernung eines retinierten Zahnes abgestellt. Damit wird das in der Anwendungspraxis auftretende Problem der Abgrenzung dieser Leistung zur Germektomie (Nr. 3270) gelöst.

Kommentarquelle:
BZÄK

Voraussetzung für die Berechnung der Nr. 3045 ist die Notwendigkeit einer umfangreichen Osteotomie.

Gründe für eine umfangreiche Osteotomie können sein:

  1. Erhebliche Knochendecke bei extrem verlagerten Zähnen.
  2. Retinierte Zähne, die auf Grund ihrer Anatomie nur durch eine sehr umfangreiche Entfernung des sie umgebenden Knochens entfernt werden können.
  3. Komplikationen (z.B. Zahnfraktur und Suche nach Frakturteilen), die den Umfang der Knochenentfernung ausdehnen.

Gefährdete Nachbarstrukturen sind z.B.

  • Nervenbahnen
  • Gefäßbahnen
  • Nachbarzähne bzw. deren Wurzeln
  • Kieferhöhle
  • Nasenhöhle (bei oberen Eckzähnen)
  • Der Kieferknochen selbst, wenn auf Grund bestehenden Knochenmangels eine Frakturgefahr besteht.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen