9110 Interner Sinuslift

Punktzahl:
1500
(1) 84,36 (2.3) 194,04 (3.5) 295,27
Gebührenziffer:
9110
Behandlungsbereich:
Implantologie

Beschreibung

Geschlossene Sinusbodenelevation vom Kieferkamm aus (interner Sinuslift)

Leistungsinhalt

  • Schaffung des Zugangs durch die Alveole oder das Implantatfach
  • Anhebung des Kieferhöhlenbodens durch knochenverdrängende oder knochenverdichtende Maßnahmen
  • Anhebung der Kieferhöhlenmembran
  • Entnahme von Knochenspänen innerhalb des Aufbaugebietes des Implantatfaches
  • Einbringen von Aufbaumaterial (Knochen und/oder Knochenersatzmaterial)

Abrechenbar je

je Implantatfach

Abrechnungsbestimmungen

  • Mit einer Leistung nach Nummer 9110 sind folgende Leistungen abgegolten:
  • Schaffung des Zugangs durch die Alveole oder das Implantatfach, Anhebung des Kieferhöhlenbodens durch knochenverdrängende oder knochenverdichtende Maßnahmen und der Kieferhöhlenmembran, Entnahme von Knochenspänen innerhalb des Aufbaugebietes des Implantatfaches und Einbringen von Aufbaumaterial (Knochen und/oder Knochenersatzmaterial)
  • Die Leistung nach Nummer 9110 ist für dieselbe Implantatkavität nicht neben den Leistungen nach den Nummern 9120 und 9130 berechnungsfähig.

zusätzlich berechnungsfähig

Knochenersatzmaterialien sowie Materialien zur Förderung der Blutgerinnung oder der Geweberegeneration (z. B. Membranen), zur Fixierung von Membranen, zum Verschluss von oberflächlichen Blutungen bei hämorrhagischen Diathesen oder, wenn dies zum Schutz wichtiger anatomischer Strukturen (z. B. Nerven) erforderlich ist, sowie atraumatisches Nahtmaterial oder nur einmal verwendbare Explantationsfräsen, sind gesondert berechnungsfähig.

Berechnung daneben ausgeschlossen

Kommentare

Oktober 2018

  1. Diese Nummer umfasst die geschlossene Sinusbodenelevation (interner Sinuslift) durch eine Alveole oder ein knöchernes Implantatfach. Die Berechnung erfolgt je Liftstelle.
  2. Der Zugang durch die Alveole oder das Implantatfach, die Anhebung des Kieferhöhlenbodens und der Kieferhöhlenschleimhaut (Schneider-Membran) durch knochenverdrängende oder knochenverdichtende Maßnahmen, die Entnahme von Knochenspänen innerhalb des Aufbaugebietes des Implantatfachs oder der Alveole und das Ein bringen von Aufbaumaterial, sei es Knochen und/oder Knochenersatzmaterial, sind mit der Nummer abgegolten.
  3. Das Gewinnen von autologem Augmentationsmaterial z. B. durch Knochenkollektor, Knochenschaber oder Knochenkernbohrungen außerhalb der Alveole oder des Implantatfachs kann gesondert berechnet werden.
  4. Die Materialkosten für einen einmal verwendbaren Knochenkollektor oder Knochenschaber sind gesondert berechnungsfähig.
  5. Augmentative Maßnahmen am Alveolarfortsatz in derselben Kieferhälfte nach Nummer 9100 sind gesondert, jedoch nur zur Hälfte berechnungsfähig. Plastische Maßnahmen über den primären Wundverschluss hinaus sind gesondert zu berechnen. Für dieselbe Implantatkavität können Maßnahmen nach den Nummern 9120 (externer Sinuslift) und 9130 (Bone Splitting) nicht berechnet werden.
  6. Bei dieser Leistung fällt zusätzlich der OP-Zuschlag nach der Nummer 0530 an, sofern es sich um die höchste zuschlagsfähige Leistung am Operationstag handelt und kein OP-Zuschlag aus der GOÄ zur Berechnung kommt.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Das Gewinnen von autologem Augmentationsmaterial z. B. durch Knochenkollektor, Knochenschaber oder Knochenkernbohrungen außerhalb der Alveole oder des Implantatfachs kann gesondert berechnet werden.
  2. Die Leistung nach der GOZ-Nr. 9110 ist für einen internen Sinuslift vom Kieferkamm aus einmal je Implantatfach berechnungsfähig.
  3. Die Verwendung einer Barriere (resorbierbare oder nicht-resorbierbare Membran) ist nach Nr. 4138 zuzüglich Material zusätzlich berechnungsfähig.
  4. Neben den GOZ-Nrn. 9110 (interner Sinuslift) bzw. 9120 (externer Sinuslift) kann die GOZ-Nr. 9130 in derselben Kieferhälfte und Sitzung berechnet werden, wenn es sich um unterschiedliche Implantatkavitäten handelt.
  5. Plastische Maßnahmen über den primären Wundverschluss hinaus sind gesondert zu berechnen.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen