9050 Auswechseln eines oder mehrerer Aufbauelemente

Punktzahl:
313
(1) 17,60 (2.3) 40,49 (3.5) 61,61
Gebührenziffer:
9050
Behandlungsbereich:
Implantologie

Beschreibung

Entfernen und Wiedereinsetzen sowie Auswechseln eines oder mehrerer Aufbauelemente bei einem zweiphasigen Implantatsystem während der rekonstruktiven Phase

Abrechenbar je

Implantat
je Sitzung

Abrechnungsbestimmungen

  • Die Leistung nach Nummer 9050 ist nicht neben den Leistungen nach den Nummern 9010 und 9040 berechnungsfähig.
  • Die Leistung nach Nummer 9050 ist je Implantat höchstens dreimal und nur höchstens einmal je Sitzung berechnungsfähig.

amtliche Begründung

  • Mit der Neufassung der Leistung nach der Nummer 9050 wird eine bisher gebührenrechtlich strittige Frage geklärt.
  • Die Leistung beschreibt das Auswechseln (auch das Entfernen und Wie der einbringen) eines oder mehrerer Aufbauelemente bei einem zweiphasigen Implantat system. Sie ist nur in der rekonstruktiven Phase berechnungsfähig. Darüber hinaus kann sie je Implantat insgesamt höchstens dreimal und je Sitzung höchstens einmal berechnet werden.

zusätzlich berechnungsfähig

Implantatteile

Berechnung daneben ausgeschlossen

Kommentare

Oktober 2018

  1. Während der Versorgungsphase des Implantats mit Krone, Brücke bzw. Prothese sind in der Regel Abformmaßnahmen und Einproben notwendig. Dabei ist das Auswechseln des Gingivaformers gegen Abformpfosten, Aufbauelemente (Abutments) o. Ä. erforderlich, bevor der Gingivaformer wieder zurückgesetzt wird. Dieser Wechselvorgang ist pro Sitzung je Implantat einmal berechnungsfähig.
  2. Unter dem Begriff "Aufbauelemente" sind neben dem zur definitiven Versorgung zählenden Abutment bzw. Abutmentteilen auch Gingivaformer und Abdruckpfosten zu verstehen.
  3. Innerhalb der rekonstrukiven Phase ist diese Leistung insgesamt je Implantat allerdings höchstens dreimal – unabhängig von der tatsächlichen Anzahl der Wechselvorgänge – berechenbar.
  4. Die „rekonstruktive Phase“ beginnt mit den Behandlungsschritten zur prothetischen Versorgung der verloren gegangenen Zähne und endet mit der definitiven Eingliederung des endgültigen Zahnersatzes. Die abschließende Eingliederung zählt dabei zur rekonstruktiven Phase.
  5. Das Entfernen und Wiedereinsetzen oder der Austausch von Aufbauteilen nach der Freilegung des Implantates z. B. zur Verbesserung des Emergenzprofils der Gingiva ist demzufolge nicht nach der Gebührennummer 9050, sondern analog zu berechnen.
  6. Die Leistung kann in derselben Sitzung weder mit der Nummer 9010 noch mit der Nummer 9040 zusammen berechnet werden. Wiederbefestigung der Aufbauelemente zum Zweck der Reinigung nach rekonstruktiver Phase ist nicht beschrieben und daher analog zu berechnen.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Alle Teile, die nicht mit dem Implantat verlötet, untrennbar verklebt oder verschweißt sind, gelten als Sekundärteile. Werden während der rekonstruktiven Phase bei allen Einproben die Sekundärteile, die das Implantatinnere schützen und die Gingiva ausformen, mit besonderen Schraubenziehern oder entsprechend hergestellten Instrumenten entfernt und durch andere Sekundärteile, z.B. Abdruckpfosten, ersetzt, ist eine Berech - nung der Nr. 9050 pro Implantatpfosten gerechtfertigt.
  2. Die Abrechnungsbestimmung beschränkt die Häufigkeit der Berechnung auf
  • 1x je Implantat und Sitzung
  • max. 3x je Implantat während der Versorgung der Implantate mit Zahnersatz
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen