6000 Profil- oder Enfacefotografie

Punktzahl:
80
(1) 4,50 (2.3) 10,35 (3.5) 15,75
Gebührenziffer:
6000
Behandlungsbereich:
Kieferorthopädie

Beschreibung

Profil- oder Enfacefotografie einschließlich kieferorthopädischer Auswertung

Leistungsinhalt

  • Analoge oder digitale Fotografie des Gesichts frontal (enface) oder seitlich.
  • analog: Ausdruck auf Papier oder digital: Bereitsstellung auf Bildschirm
  • Asuwertung: Setzen von Referenzpunkten und Linien
  • Archiivierung
  • Aufnahmen können auch alio loco gefertigt wurden sein

Dokumentation

  • Anzahl der Aufnahmen
  • Aufnahmegebiet
  • Auswertung analog oder digital

Abrechenbar je

je Aufnahme

Abrechnungsbestimmungen

  • Eine mehr als viermalige Berechnung der Leistung nach der Nummer 6000 im Verlauf einer kieferorthopädischen Behandlung ist in der Rechnung zu begründen.

Begründung

  • Eine mehr als viermalige Berechnung der Leistung nach der Nummer 6000 im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung ist in der Rechnung zu begründen.
  • Die Leistung umfasst als obligatorischen Bestandteil die kieferorthopädische Auswertung.
  • Auch bei einer Heranziehung der Leistung im Rahmen einer Analogbewertung ist eine entsprechende Auswertung obligater Leistungsbestandteil.

Kommentare

Januar 2021

 

Bei dieser Leistung handelt es sich um eine Fotografie des Kopfes in der Frontal-, Halbseiten- oder Seitenansicht, egal in welcher Aufnahmetechnik. Die Aufnahmen sind je Projektion berechnungsfähig.
Die kieferorthopädische Auswertung der Fotografie ist Bestandteil der Leistung. Intraorale Aufnahmen entsprechen nicht dieser Nummer, sondern sind nach § 6 Abs. 1 oder als Verlangensleistung nach § 2 Abs. 3 zu berechnen.
Die Erbringung der Leistung ist im Verlauf einer kieferorthopädischen Therapie ohne Begründung biszu viermal berechnungsfähig. Bei einer darüber hinausgehenden Anzahl an Fotografien ist dies in der Rechnung zu begründen.

Sofern eine erneute
Planung im Rahmen einer Therapieumstellung erforderlich ist, kann die Nummer abermals berechnet werden.

Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Die Fotografie ist insbesondere zum Festhalten besonderer Befunde, z.B. gestörter Kiefer-/Gesichtsbeziehungen, gestörten Mundschlusses, krankhafter Befunde der Mundschleimhaut und dgl. geeignet.
  2. Diese Befunde lassen sich mit Hilfe von Modellen nicht darstellen.
  3. Berechnungsfähig ist nur die Profil- und/oder Enfacefotografie und zwar je Aufnahme.
  4. Durch die Abrechnungsbestimmung ist klargestellt, dass die GOZ-Nr. 6000 auch mehr als vier Mal im Verlauf der Behandlung berechnet werden kann. Es ist dann lediglich eine Begründung anzugeben.
  5. Intraorale Aufnahmen sind nach § 6 Abs. 1 GOZ zu berechnen.
  6. Die Berechnung ist je Profil- oder Enfacedarstellung möglich, unabhängig davon, ob die Fotografien gleichzeitig (z. B. mittels Spiegel) oder hintereinander erstellt wurden.
Kommentarquelle:
G-BA Gemeinsamer Bundesausschuss

September 2021

Beschluss 15

Im Rahmen einer zahnärztlichen Behandlung sind Fotos, die ausschließlich zu dokumentari-schen Zwecken angefertigt worden sind, mit den Gebührennummern abgegolten und dür-fen nicht gesondert berechnet werden. Fotos, die therapeutischen oder diagnostischen Zwecken, nicht jedoch einer kieferorthopädischen Auswertung dienen, sind analog berech-nungsfähig. Aus grundsätzlichen Erwägungen empfiehlt die BZÄK keine konkrete Analogge-bühr. Der PKV-Verband hält als Analoggebühr die GOZ-Nr. 6000 für angemessen.

Kommentarquelle:
Beratungsforum für Gebührenordnungsfragen

KOMMENTIERUNG DER PKV ZUR GEBÜHRENORDNUNG FÜR ZAHNÄRZTE (GOZ)

Leistungsbestandteil sind extraorale Fotografien des Kopfes in der Frontal- oder Seitenansicht. Die Leistung ist je Projektion berechnungsfähig, die kieferorthopädische Auswertung ist bereits enthalten und nicht gesondert berechenbar. Intraorale Aufnahmen zur Dokumentation des Behandlungszustands, -verlaufs und -fortschrittes stellen zahnärztliche Aufzeichnungen dar, die der Zahnarzt aufgrund seiner Dokumentationspflicht gemäß § 630f BGB und § 12 Abs. 1 MBO der BZÄK vornehmen muss. Aufzeichnungen in diesem Sinne sind z. B. Anfangs-, Zwischen-, Abschluss-, Retentions- und Langzeitbefunde in der KFO, ähnliche Verpflichtungen bestehen auch in der allgemeinen Zahnheilkunde. Diese reinen Dokumentationen sind folglich weder originär noch analog nach der GOZ-Nr. 6000 berechnungsfähig.
Die Profil- und Enfacefotografie stellt keine Dokumentation dar, sondern dient der Diagnostik und beinhaltet vor allem auch die kieferorthopädische Auswertung. Fotografien dürfen nur in der für die Auswertung notwendigen Anzahl in Rechnung gestellt werden. In der Regel fallen für eine Langzeittherapie vier Fotografien an. Eine mehr als viermalige Abrechnung der GOZ-Nr. 6000 im Verlauf einer kieferorthopädischen Behandlung ist in der Rechnung zu begründen. Die zur Herstellung der Fotos aufgewendeten Kosten sind Praxiskosten nach § 4 Abs. 3 GOZ und nicht gesondert berechnungsfähig (vgl. Meurer, Kommentierung des zahnärztlichen Gebührenrechts für die Privatliquidation, 2. Aufl., 1991, GOZ-Nr. 600 GOZalt, S. 196), auch nicht – wie aber in der Praxis häufig anzutreffen – als zahntechnische Leistung, z. B. gemäß BEB-Nr. 0706.

[...]

Somit ergibt sich bei bestimmten Indikationen und Diagnosen eine medizinische Notwendigkeit für die Erstellung von intraoralen Fotos zu diagnostischen Zwecken. In den meisten Fällen und insbesondere im Rahmen einer zahnärztlich-prothetischen oder KFO-Behandlung sind die medizinische Notwendigkeit und der zusätzliche diagnostische Mehrwert für die intraorale Fotografie nicht nachvollziehbar.

 

Kommentarquelle:
PKV

Referenzziffer