6000 Profil- oder Enfacefotografie

Punktzahl:
80
(1) 4,50 (2.3) 10,35 (3.5) 15,75
Gebührenziffer:
6000
Behandlungsbereich:
Kieferorthopädie

Beschreibung

Profil- oder Enfacefotografie einschließlich kieferorthopädischer Auswertung

Abrechenbar je

je Aufnahme

Abrechnungsbestimmungen

  • Eine mehr als viermalige Berechnung der Leistung nach der Nummer 6000 im Verlauf einer kieferorthopädischen Behandlung ist in der Rechnung zu begründen.

amtliche Begründung

  • Eine mehr als viermalige Berechnung der Leistung nach der Nummer 6000 im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung ist in der Rechnung zu begründen.
  • Die Leistung umfasst als obligatorischen Bestandteil die kieferorthopädische Auswertung.
  • Auch bei einer Heranziehung der Leistung im Rahmen einer Analogbewertung ist eine entsprechende Auswertung obligater Leistungsbestandteil.

Kommentare

Oktober 2018

  1. Bei dieser Leistung handelt es sich um eine Fotografie des Kopfes in der Frontal-, Halbseiten- oder Seitenansicht, egal in welcher Aufnahmetechnik. Die Aufnahmen sind je Projektion berechnungsfähig.
  2. Die kieferorthopädische Auswertung der Fotografie ist Bestandteil der Leistung.
  3. Intraorale Aufnahmen entsprechen nicht dieser Nummer, sondern sind nach § 6 Abs. 1 oder als Verlangensleistung nach § 2 Abs. 3 zu berechnen.
  4. Die Erbringung der Leistung ist im Verlauf einer kieferorthopädischen Therapie ohne Begründung bis zu viermal berechnungsfähig. Bei einer darüber hinausgehenden Anzahl an Fotografien ist dies in der Rechnung zu begründen. Sofern eine erneute Planung im Rahmen einer Therapieumstellung erforderlich ist, kann die Nummer abermals berechnet werden.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Die Fotografie ist insbesondere zum Festhalten besonderer Befunde, z.B. gestörter Kiefer-/Gesichtsbeziehungen, gestörten Mundschlusses, krankhafter Befunde der Mundschleimhaut und dgl. geeignet.
  2. Diese Befunde lassen sich mit Hilfe von Modellen nicht darstellen.
  3. Berechnungsfähig ist nur die Profil- und/oder Enfacefotografie und zwar je Aufnahme.
  4. Durch die Abrechnungsbestimmung ist klargestellt, dass die GOZ-Nr. 6000 auch mehr als vier Mal im Verlauf der Behandlung berechnet werden kann. Es ist dann lediglich eine Begründung anzugeben.
  5. Intraorale Aufnahmen sind nach § 6 Abs. 1 GOZ zu berechnen.
  6. Die Berechnung ist je Profil- oder Enfacedarstellung möglich, unabhängig davon, ob die Fotografien gleichzeitig (z. B. mittels Spiegel) oder hintereinander erstellt wurden.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

April 2019

Im Rahmen einer zahnärztlichen Behandlung sind Fotos, die ausschließlich zu dokumentarischen Zwecken angefertigt worden sind, mit den Gebührennummern abgegolten und dürfen nicht gesondert berechnet werden. Fotos, die therapeutischen oder diagnostischen Zwecken, nicht jedoch einer kieferorthopädischen Auswertung dienen, sind analog berechnungsfähig. Aus grundsätzlichen Erwägungen empfiehlt die BZÄK keine konkrete Analoggebühr. Der PKV-Verband hält als Analoggebühr die GOZ-Nr. 6000 für angemessen.

Kommentarquelle:
Beratungsforum für Gebührenordnungsfragen

Abrechnungsbeispiele

Referenzziffer