4138 Verwendung einer Membran

Punktzahl:
220
(1) 12,37 (2.3) 28,46 (3.5) 43,31
Gebührenziffer:
4138
Behandlungsbereich:
Chirurgie

Beschreibung

Verwendung einer Membran zur Behandlung eines Knochendefektes einschließlich Fixierung, je Zahn, je Implantat

Leistungsinhalt

Die Leistung umfasst das Anpassen und die Formung der Membran sowie deren Auflagerung und ggf. Befestigung auf dem Defekt. Dabei kann es sich um resorbierbare oder nicht resorbierbare Membranen handeln.

Dokumentation

  • Zahnangabe
  • Art der Maßnahme
  • Art und Menge des verwendeten Materials (Einmalschaber/- kollektoren zur Knochengewinnung Membran, Knochen-/Knochenersatzmaterial, Befestigungsmaterial, Naht)
  • Indikation für die Leistung bzw. Befund
  • Aufgetretende Schwierigkeiten und Besonderheiten (z.B. Chirurgie im Approximalraum)

Abrechenbar je

Zahn, je Implantat

Abrechnungsbestimmungen

  • keine

amtliche Begründung

  • Die Leistung nach der Nummer 4138 umfasst die Verwendung einer Membran zur Behandlung von Knochendefekten einschließlich der Fixierung der Membran. Diese Leistung kann ggf. mit dem Auf füllen von parodontalen Knochendefekten mittels Knochen-, Knochenersatzmaterial oder regenerativ wirkenden Substanzen nach der Nummer 4110 kombiniert werden.

zusätzlich berechnungsfähig

Knochenersatzmaterialien sowie Materialien zur Förderung der Blutgerinnung oder der Geweberegeneration (z. B. Membranen) sowie zum Verschluss von oberflächlichen Blutungen bei hämorrhagischen Diathesen oder, wenn dies zum Schutz wichtiger anatomischer Strukturen (z. B. Nerven) erforderlich ist, sowie atraumatisches Nahtmaterial und Materialien zur Fixierung von Membranen sind gesondert berechnungsfähig.

Kommentare

Oktober 2018

  1. Das Einbringen einer Membran dient der Schaffung einer Barriere zwischen Schleim - haut/Bindegewebe und Knochen.
  2. Die Leistung unterstützt die Regeneration des Knochens und vermeidet die ungewollte Bildung von Bindegewebe im Operationsgebiet. Die Maßnahmen umfassen das Anpassen und die Formung der Membran sowie deren Auflagerung und ggf. Befesti - gung auf dem Defekt. Dabei kann es sich um resorbierbare oder nicht resorbierbare Membranen handeln.
  3. Bei der Behandlung eines parodontalen Knochendefektes zwischen zwei Zähnen und/oder Implantaten kommt die Gebührennummer zweimal zur Anwendung.
  4. Die Leistung kann ggf. auch im Rahmen der zusätzlichen Wundversorgung nach einer Zystenoperation indiziert sein.
  5. Die ggf. notwendige Entfernung der Membran ist nicht Bestandteil der Leistung, sondern wird nach der Nummer 9160 berechnet.
  6. Augmentationen an zahnlosen Kieferabschnitten werden nach der Nummer 9100 berechnet.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Die GOZ-Nr. 4138 wird je Zahn berechnet, d.h. dass für eine Membran, die über zwei Zähne oder über das Gebiet von zwei Zähnen fixiert wird, die GOZ-Nr. 4138 zweimal berechnet werden kann.
  2. Die Kosten für verwendete Membran und ggf. die Materialien zur Fixierung können zusätzlich berechnet werden.
  3. Bei der Verwendung nicht-resorbierbarer Membranen ist in der Regel ein plastischer Wundverschluss mit Periostschlitzung erforderlich. In diesem Fall kann die GOZ-Nr. 3100 zusätzlich berechnet werden.
  4. Erfolgt die Membraneinbringung im Zusammenhang mit einer socket preservation oder dem Auffüllen einer periimplantären Knochentasche, ist der Aufbau mit Knochenund/ oder Knochenersatzmaterial bzw. das Einbringen von Proteinen analog nach § 6 Abs. 1 der GOZ zu berechnen, da kein parodontaler Defekt vorliegt.
  5. Für die Entfernung der Membran kann die Nr. 9160 GOZ berechnet werden.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

01.06.2015

  1. Eine Leistung nach der Nr. 4138 GOZ ist mit Versicherten der GKV vereinbarungsfähig, da eine vergleichbare Leistung im Sachleistungskatalog der GKV nicht enthalten ist.
  2. Die Nr. 4138 GOZ kann auch neben den Nrn. P202 und P203 BEMA als selbstständige Leistung erbracht werden.
  3. Die systematische Behandlung von Parodontopathien im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung muss jedoch insgesamt auch ohne Verwendung einer Membran Aussicht auf Erfolg haben. Indikationsgrenzen und die therapeutische Prognose der Gesamtbehandlung im Sinne des SGB V sind zu beachten (Wirtschaftlichkeit).
Kommentarquelle:
KZBV