4000 Parodontalstatus

Punktzahl:
160
(1) 9,00 (2.3) 20,70 (3.5) 31,50
Gebührenziffer:
4000
Behandlungsbereich:
Parodontologie

Beschreibung

Erstellen und Dokumentieren eines Parodontalstatus

Leistungsinhalt

  • Taschentiefenmessung an mindestens zwei Zahnseiten
  • Kennzeichnung der fehlenden Zähne
  • Kennzeichnung der nicht erhaltungswürdigen Zähne

Dokumentation

  • Zahnbezogene Dokumentation
  • Alle erhobenen Befunde: Sondierungstiefen, Lockerungsgrade, Rezessionen, Vitalität, Furkationen etc.
  • Die gesamte Patientenaufklärung über Ursache, Verlauf, Therapiemöglichkeiten und Stellenwert der Nachsorge

Abrechenbar je

Parodontalstatus

Abrechnungsbestimmungen

  • Die Leistung nach Nummer 4000 ist innerhalb eines Jahres höchstens zweimal berechnungsfähig.

amtliche Begründung

  • Die Beschreibung der Leistung nach der Nummer 4000 wird allgemeiner gefasst. Die Leistung nach der Nummer 4005 beschreibt die Erhebung und Dokumentation eines oder mehrerer Gingivalindizes oder Parodontalindizes (z.B. des Parodontalen Screening-Index PSI). Werden aufgrund einer besonderen Schwierigkeit des einzelnen Krankheitsfalles mehrere Indizes erhoben und dokumentiert, kann dies bei der Bemessung des Honorars innerhalb des Gebührenrahmens berücksichtigt werden. Die Begrenzung der Berechnungsfähigkeit dieser Leistung auf zweimal pro Jahr ist fachlich vertretbar.

Kommentare

Oktober 2018

  1. Die parodontale Befundaufnahme dokumentiert den aktuellen Parodontalbefund des Patienten in geeigneter Form. Der Umfang der zu erhebenden parodontalen Befunde richtet sich nach den Erfordernissen des individuellen Krankheitsbildes. Die Verwendung eines Formblatts ist nicht vorgeschrieben.
  2. Die Erbringung von Leistungen bei Erkrankungen der Mundschleimhaut und des Parodontiums ist nicht an eine Befundaufnahme nach der Nummer 4000 gebunden. Der individuell benötigte Zeitaufwand muss zur Honorarbemessung herangezogen werden. Auch die Schwierigkeit bei der Erhebung der Befunde muss sich in der Bemessung des Gebührenfaktors niederschlagen.
  3. Die Erbringung dieser Leistung kann sowohl der Therapiegrundlage als auch der Nachsorge bzw. der parodontalen Verlaufskontrolle dienen.
  4. Die Leistung ist innerhalb eines Jahres höchstens zweimal berechnungsfähig. Der Jahreszeitraum, in dem die Leistung nach der Nummer 4000 erneut zweimal berechnungsfähig ist, beginnt an dem Tag des Jahres, der zahlmäßig identisch ist mit dem Tag des Vorjahres, an dem die Leistung erstmalig erbracht wurde. Maßgeblich für den tatsächlichen Beginn des neuen Jahreszeitraums, in dem die Nummer 4000 erneut höchstens zweimal berechnungsfähig ist, ist jedoch der Tag, an dem die Leistung erneut erstmalig erbracht wird.
  5. Ggf. weitere indizierte parodontale Befundaufnahmen können nach § 6 Abs. 1 analog berechnet werden.
  6. Im Unterschied zur Nummer 4000 beinhaltet die Nummer 0010 in der Regel lediglich eine visuelle Beurteilung des Parodotiums, die Nummer 1000 dient der Information über den Mundhygienezustand und die Nummer 4005 liefert eine graduelle Einstufung des parodontalen Zustands nach Art eines Screenings. Aufgrund unterschiedlicher Leistungsinhalte und im Sinne einer abgestuften Diagnostik sind vorstehende Gebührennummern nebeneinander und/oder neben der Nummer 4000 berechnungsfähig.
  7. Die gemeinsame Berechnung der Nummern 4000 und 4005 ist nicht ausgeschlossen. Diese Nummern können daher im Verlaufe einer Behandlung nacheinander, aber ggf. auch nebeneinander indiziert sein.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Der Parodontalstatus kann sowohl der Therapiegrundlage als auch der Nachsorge bzw. der parodontalen Verlaufskontrolle dienen.
  2. Die Befundaufnahme nach Nr. 4000 kann zweimal pro Jahr berechnet werden.
  3. Darüber hinausgehende Befundaufnahmen sind gem. § 2 Abs. 3 mit dem Patienten zu vereinbaren.
  4. Ein bestimmtes Formblatt zur Dokumentation ist nicht vorgeschrieben.
  5. Der Zahnarzt selbst bestimmt, welche Befunde er erheben will, um den Parodontalzustand des Patienten zu beurteilen.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

01.06.2015

  1. Eine Leistung nach der Nr. 4000 GOZ ist mit Versicherten der GKV vereinbarungsfähig, sofern keine systematische Behandlung von Parodontopathien im Sinne der Behandlungsrichtlinie geplant ist.
  2. Für die Erbringung der Leistung nach Nr. 4000 GOZ ist die Verwendung eines Formblattes nicht erforderlich. Der Umfang des zu erstellenden Parodontalstatus richtet sich nach den Erfordernissen des individuellen Krankheitsbildes.
Kommentarquelle:
KZBV