2000 Fissuren-/Glattflächenversiegelung

Punktzahl:
90
(1) 5,06 (2.3) 11,64 (3.5) 17,72
Gebührenziffer:
2000
Behandlungsbereich:
Konservierende Leistungen

Beschreibung

Versiegelung von kariesfreien Zahnfissuren mit aushärtenden Kunststoffen, auch Glattflächenversiegelung, je Zahn

Leistungsinhalt

Fissurenversiegelung nach vorheriger gründlicher Beseitigung von weichen Zahnbelägen, Trockenlegung der Zähne, incl. Versiegelungsmaterial

Dokumentation

  • Zahnangabe bei Fissurenversiegelung von kariesfreien Milchzähnen
  • Zahnangabe bei Fissurenversiegelung von kariesfreien bleibenden Zähnen
  • Zahnangabe bei Erneuerung einer Versiegelung, auch Teilerneuerung
  • Angabe wenn Versiegelung neben einer Füllung erfolgte
  • Verwendetes Material

Abrechenbar je

Zahn

Abrechnungsbestimmungen

  • keine

amtliche Begründung

  • Die vom Aufwand mit einer Versiegelung von Zahnfissuren vergleichbare Glattflächenversiegelung wird in der Leistungsbeschreibung der GOZ Nr. 2000 ergänzt. Hierunter fällt auch die Bracketumfeldversiegelung.

Kommentare

Oktober 2018

  1. Die Versiegelung ist für den Bereich kariesfreier Fissuren oder Grübchen bei Milch- und bleibenden Zähnen berechenbar. Darüber hinaus kann die Leistung auch für die Versiegelung von Glattflächen, z. B. Wurzeloberflächen, berechnet werden. Die relative Trockenlegung ist mit der Gebühr abgegolten.
  2. Die Nummer 2000 beschreibt zwei verschiedene, unabhängige Leistungen, die auch unabhängig voneinander nebeneinander an einem Zahn anfallen und dann auch nebeneinander berechnet werden können.
  3. Die Teilversiegelung einer kariesfreien Fissur, z. B. neben einer Füllung, ist ebenfalls berechnungsfähig. Auch die Erneuerung oder Teilerneuerung der Versiegelung ist berechnungsfähig.
  4. Als Material müssen aushärtende Kunststoffe zum Einsatz kommen.
  5. Das verwendete Versiegelungsmaterial ist in der Gebühr abgegolten.
  6. Eine erweiterte Fissurenversiegelung wird wie eine definitive Füllung berechnet.
  7. Die Versiegelung bei Entfernen eines Bandes, eines Brackets oder eines Attachments ist Bestandteil der Nummern 6110 bzw. 6130 und kann in derselben Sitzung nicht gesondert berechnet werden.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Die Nr. 2000 ist für den Bereich kariesfreier Fissuren oder Grübchen bei Milch- und bleibenden Zähnen berechenbar.
  2. Die Leistung kann auch für die Versiegelung von Glattflächen, z. B. Wurzeloberflächen, berechnet werden.
  3. Die relative Trockenlegung ist mit der Gebühr abgegolten.
  4. Wird eine Fissur neben einer Füllung versiegelt, ist die Nr. 2000 ebenfalls berechnungsfähig.
  5. Wird im Anschluss an eine Versiegelung (Nr. 2000) eine Fluoridierung durchgeführt, so ist dafür die Nr. 1020 berechnungsfähig.
  6. Neben den GOZ-Nrn. 6110 (Entfernung eines Klebebrackets einschließlich Polieren und gegebenenfalls Versiegelung des Zahnes) und 6130 (Entfernung eines Bandes einschließlich Polieren und gegebenenfalls Versiegelung des Zahnes) ist die Nr. 2000 nicht berechnungsfähig (Ausschluss lt. Abrechnungsbestimmung).
  7. Die Anwendung individueller Fluoridierungsschienen gehört nicht zum Leistungsinhalt und ist gesondert berechnungsfähig (Nr. 1030 GOZ).
  8. Die erweiterte Fissurenversiegelung wird nach GOZ-Nr. 2060 berechnet.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

01.06.2015

  1. Eine Leistung nach der Nr. 2000 GOZ ist mit Versicherten der GKV nur vereinbarungsfähig, wenn die Behandlung über den Rahmen der Individualprophylaxe-Richtlinie hinausgeht.
  2. Die Nr. 2000 GOZ ist zum Beispiel für die Versiegelung von kariesfreien Milchmolaren und Prämolaren bei Kindern und Jugendlichen vereinbarungsfähig sowie für alle Versiegelungen nach Vollendung des 18. Lebensjahres. Die Nr. 2000 GOZ ist auch für die Glattflächenversiegelung und neben Füllungen am gleichen Zahn bei räumlicher Trennung vereinbarungsfähig.
  3. Eine Zahnreinigung vor der Versiegelung ist nicht Bestandteil der Leistung und neben der Nr. 2000 GOZ gesondert berechnungsfähig. Je nach Art der Beläge und Umfang der Maßnahmen können die Nrn. 4050, 4055 oder 1040 GOZ angesetzt werden.
  4. Die Berechnung der Nr. 107 BEMA für die Entfernung harter Zahnbeläge ist neben der Nr. 2000 GOZ möglich. Dabei sind die einschränkenden Bestimmungen des BEMA (nur einmal je Kalenderjahr abrechnungsfähig) zu beachten.
Kommentarquelle:
KZBV

Zusätzliche Berechnung der GOZ-Nr. 2197 neben der GOZ-Nr. 2000
Im Zusammenhang mit der Versiegelung von kariesfreien Zahnfissuren mit aushärtenden Kunststoffen und Glattflächenversiegelung nach der GOZ-Nr. 2000 ist die GOZ-Nr. 2197 für die adhäsive Befestigung der Versiegelung nicht zusätzlich berechnungsfähig, da die adhäsive Befestigung der Versiegelung nach der wissenschaftlichen „Neubeschreibung einer präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ Bestandteil der Fissurenversiegelung ist.

Kommentarquelle:
Beratungsforum für Gebührenordnungsfragen