9040 Freilegen eines Implantats

Punktzahl:
626
(1) 35,21 (2.3) 80,98 (3.5) 123,23
Gebührenziffer:
9040
Behandlungsbereich:
Implantologie

Beschreibung

Freilegen eines Implantats und Einfügen eines oder mehrerer Aufbauelemente (z.B. Gingivaformer) bei einem zweiphasigen Implantationssystem

Leistungsinhalt

  • Suche des Implantats
  • Freilegen des Implantats
  • Einfügen von Sekundärteilen (z.B. Gingivaformer)
  • Erstversorgung der Wunde

Dokumentation

  • Region
  • Op-Technik
  • verwendete Implantatmaterialien
  • Zeitaufwand

Abrechenbar je

Implantat

Abrechnungsbestimmungen

  • keine

amtliche Begründung

  • Die Leistung nach der Nummer 9040 beinhaltet neben dem Freilegen des Implantats auch das Einfügen eines oder mehrerer Aufbauelemente (z.B. Gingivaformer) bei einem zweiphasigen Implantatsystem.

zusätzlich berechnungsfähig

Implantatteile
Materialien zum Verschluss von oberflächlichen Blutungen bei hämorrhagischen Diathesen oder zum Schutz wichtiger anatomischer Strukturen (z.B. Nerven)
Atraumatisches Nahtmaterial

Kommentare

Oktober 2018

  1. Implantate werden nach ihrer knöchernen subgingivalen Einheilung in der zweiten Behandlungsphase für die prothetische Versorgung freigelegt. Dabei wird die Gingiva oberhalb des Implantatskopfes chirurgisch entfernt.
  2. Die Implantat-Verschlussschraube wird nach der Exzision der darüberliegenden Schleimhaut entfernt und in der Regel durch einen Gingivaformer o. Ä. ersetzt. Durch diese Maßnahme bildet sich um den Hals des freigelegten Implantats oder eines zusätzlichen Aufbauelements (Abutment) eine natürliche Gingivamanschette.
  3. Art und Anzahl dieser Aufbauelemente variieren zwischen den unterschiedlichen Implantatsystemen.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Die Freilegung eines Implantats kann auch in Verbindung mit Mukosa- oder Gingivaplastiken erfolgen, die nicht zum Leistungsinhalt der GOZ-Nr. 9040 gehören. Schwierige Hautlappenplastiken sind nach der GOÄ-Nr. Ä2382 zusätzlich berechnungsfähig.
  2. Eine Bindegewebstransplantation z.B. zur Papillenrekonstruktion kann nach der GOZ-Nr. 4133 zusätzlich berechnet werden.
  3. Neben der GOZ-Nr. 9040 ist die GOZ-Nr. 9050 für dasselbe Implantat in derselben Sitzung nicht berechnungsfähig.
  4. Bei ungünstigen Verhältnissen kann die GOZ-Nr. 9040 ggf. wiederholt anfallen.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen