7100 Wiederherstellung Langzeitprovisorium

Punktzahl:
200
(1) 11,25 (2.3) 25,87 (3.5) 39,37
Gebührenziffer:
7100
Behandlungsbereich:
Stifte und Provisorien

Beschreibung

Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktion eines Interimszahnersatzes, je Krone, Spanne oder Freiendbrückenglied

Leistungsinhalt

  • Abformungen
  • Wiederherstellung des Interimszahnersatzes im Munde des Patienten
  • Entfernen des Interimszahnersatzes bei Wiederherstellung im zahntechnischen Labor
  • Wiedereingliederung des Interimszahnersatzes
  • Kontrolle

Dokumentation

  • Zahnangabe bzw. Regio des Provisoriums
  • Grund der Reparaturmaßnahme
  • Aufgetretene Schwierigkeiten

Abrechenbar je

Krone
Je Brückenspanne
je Freiendbrückenglied

Abrechnungsbestimmungen

Die Wiedereingliederung desselben festsitzenden laborgefertigten Provisoriums nach den Nummern 7080 oder 7090, gegebenenfalls auch mehrmals, einschließlich Entfernung ist mit den Gebühren nach den Nummern 7080 bis 7100 abgegolten.

zusätzlich berechnungsfähig

Berechnungsfähige Materialien nach § 4 Abs. 3 GOZ bzw. § 10 GOÄ
Zahntechnische Kosten § 9 GOZ

Kommentare

Oktober 2018

  • Unter der Leistungsnummer werden alle Arten von Wiederherstellungsmaßnahmen an festsitzendem oder einem laborgefertigten Langzeitprovisorium abgerechnet. Die zum Zweck der Wiederherstellung ggf. erforderliche Entfernung des Ersatzes und die Wie der eingliederung sind mit der Leistungsziffer abgegolten.
  • Die Entfernung eines mit definitivem Zement eingegliederten Langzeitprovisoriums wird nach der Nummer 2290 berechnet.
  • Die Berechnungsfähigkeit der Abnahme eines Langzeitprovisoriums im Falle des Praxiswechsels (Notdienst, Urlaubsvertretung usw.) unter der Nummer 2290 bleibt unbenommen.
  • Die Leistungsnummer ist je Krone, Brückenspanne oder Freiendsituation berechenbar und fällt insofern bei der erforderlichen Abnahme des gesamten Provisoriums in der Regel mehrfach an.
  • Die Leistung ist nicht notwendigerweise an Arbeiten in einem zahntechnischen Labor/Zahnarztlabor gebunden.
Kommentarquelle:
BZÄK
  • Wird nach Wiedereingliederung des wiederhergestellten Interimszahnersatzes eine Korrektur durch subtraktive oder additive Maßnahmen erforderlich, sind hierfür die Nrn. 7050 und 7060 berechnungsfähig.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

01.06.2015

  • Eine Leistung nach der Nr. 7100 GOZ ist mit Versicherten der GKV im Rahmen von gleich- oder andersartigem Zahnersatz oder als reine Privatleistung vereinbarungsfähig.
  • Mit der Nr. 7100 GOZ werden "Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktion eines Langzeitprovisoriums, je Krone, Spanne oder Freiendbrückenglied" beschrieben. Auf Grundlage des sachlogischen Zusammenhangs und der Verortung dieser Leistung im Gebührenverzeichnis ist davon auszugehen, dass der Verordnungsgeber insbesondere die Wiederherstellung der Funktion von laborgefertigten Provisorien beschrieben hat.
  • Nach den Abrechnungsbestimmungen dieser Gebührennummer und den Nrn. 7080 und 7090 GOZ ist die Wiedereingliederung desselben festsitzenden laborgefertigten Provisoriums, gegebenenfalls auch mehrmals, einschließlich Entfernung mit den Gebühren nach den Nrn. 7080 bis 7100 GOZ abgegolten.
  • Mit "Wiederherstellungen der Funktion" nach der Nr. 7100 GOZ sind demnach alle Maßnahmen berechenbar, die über die "einfache" Wiedereingliederung hinausgehen. Wenn beispielsweise eine provisorische Ankerkrone nach der Nr. 7080 GOZ nach einer Fraktur mit Kunststoff- oder Kompositmaterial wiederhergestellt werden kann, ist hierfür die Nr. 7100 GOZ berechnungsfähig. Die Wiederherstellung kann im direkten oder im indirekten Verfahren erfolgen, die Berechnungsfähigkeit ist nicht an zahntechnische Leistungen gemäß § 9 GOZ gebunden, gleichwohl können zahntechnische Leistungen anfallen und abgerechnet werden.
  • Im Übrigen wird auf die Erläuterungen und Hinweise verwiesen, die zu den Gebührennummern 7080 und 7090 GOZ gegeben wurden.
Kommentarquelle:
KZBV