4020 Lokalbehandlung Mundschleimhauterkrankungen

Punktzahl:
45
(1) 2,53 (2.3) 5,82 (3.5) 8,86
Gebührenziffer:
4020
Behandlungsbereich:
Parodontologie

Beschreibung

Lokalbehandlung von Mundschleimhauterkrankungen ggf. einschließlich Taschenspülungen, je Sitzung

Leistungsinhalt

  • Behandlung von Mundschleimhauterkrankungen durch Auftragen von Salben oder Tinkturen.
  • Behandlung von Mundschleimhauterkrankungen durch Reinigen der Zahnfleischtaschen mittels Spülung (z.B. CHX-Spülung).

Dokumentation

  • Angabe der behandelten Region
  • Art und Menge des verwendeten Medikaments
  • Indikation für die Leistung bzw. Befund (z.B. Gingivitis, Schleimhautverletzung)

Abrechenbar je

je Sitzung

Abrechnungsbestimmungen

  • keine

amtliche Begründung

  • In die Leistung nach der Nummer 4020 wird die Taschenspülung als fakultative Leistung einbezogen. Die neu aufgenommene Leistung nach der Nummer 4025 bildet die antibakterielle Behandlung mit gezielter Einbringung von antibakteriellen Substanzen in den subgingivalen Raum ab. Davon zu unterscheiden sind einfache Taschenspülungen, die nach der Nummer 4020 berechnungsfähig sind. Die subgingival eingebrachten antibakteriellen Substanzen wie z.B. bestimmte Materialien, die antibiotisch wirksame Substanzen abgeben, sind gesondert berechnungsfähig.

Kommentare

Oktober 2018

  1. Die Lokalbehandlung beinhaltet die Therapie bei Veränderungen und/oder Entzündungen der Mundschleimhäute einschließlich der umgrenzenden Lippenstrukturen. Die Lokalbehandlung kann sowohl bei Erkrankungen der Mundschleimhaut als auch bei Verletzungen oder bei auslösenden Fremdreizen, z. B. durch Zahnersatz, erforderlich werden. Die Behandlung kann auf verschiedene Weisen erfolgen, z. B. mittels Aufbringen von Salben oder Spülen von Zahnfleischtaschen mit geeigneten Lösungen.
  2. Nachbehandlungen nach chirurgischen Maßnahmen erfüllen nicht den Leistungsinhalt der Nummer 4020, sondern sind in Abhängigkeit von der erfolgten Behandlung mit den Nummern 3300 oder 3310 zu berechnen. Ebenso ist die Versorgung von Wunden, die z.B. infolge von Verletzungen entstanden sind, nicht mit der Nummer 4020, sondern mit den Nummern 2000 ff. GOÄ zu berechnen.
  3. Treten weitere Maßnahmen hinzu, z. B. das Entfernen von Fremdreizen, kommt die Leistung nach Nummer 4030 zusätzlich zur Berechnung.
  4. Diese Nummer ist ggf. auch neben parodontalchirurgischen Leistungen berechnungsfähig.
  5. Die Nummer 4020 kann auch bei mehreren Maßnahmen dieser Art innerhalb einer Sitzung immer nur einmal berechnet werden.
  6. Materialkosten für die im Rahmen dieser Behandlung verwendeten Medikamente sind nicht gesondert berechnungsfähig.
Kommentarquelle:
BZÄK

Erkrankungen, die an mehreren Stellen im Mund auftreten, werden als eine Behandlungseinheit verstanden. Unterschiedliche Munderkrankungen, die bei entsprechendem Krankheitsbild auftreten können, können dabei nicht berücksichtigt werden.

Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen