3030 Entfernung eines Zahnes/ Implantats durch Ost

Punktzahl:
350
(1) 19,68 (2.3) 45,27 (3.5) 68,90
Gebührenziffer:
3030
Behandlungsbereich:
Chirurgie

Beschreibung

Entfernung eines Zahnes oder eines enossalen Implantats durch Osteotomie

Leistungsinhalt

  • Durchtrennen von Schleimhaut und Periost
  • Bildung eines Mucoperiostlappens
  • Entfernen des Knochens durch Fräsen oder Handinstrumente
  • Entfernen des freigelegten Zahnes oder Zahnfragmentes
  • Modellation der Knochenwunde
  • Blutstillung
  • Wundreinigung
  • Wundversorgung einschl. Wundverschluss

Dokumentation

  • Patientenaufklärung, Einverständniserklärung des Patienten
  • Zahnangabe
  • ggf. besondere Umstände während des Behandlungsablaufes
  • Verhaltensmaßnahmen
  • verwendetes Material (Nahtmaterial, Drainage)

Abrechenbar je

Zahn oder Implantat

Abrechnungsbestimmungen

  • keine

zusätzlich berechnungsfähig

wenn Teilextraktion durch Osteotomie erfolgt
Knochenersatzmaterialien sowie Materialien zur Förderung der Blutgerinnung oder der Geweberegeneration (z. B. Membranen) sowie zum Verschluss von oberflächlichen Blutungen bei hämorrhagischen Diathesen oder, wenn dies zum Schutz wichtiger anatomischer Strukturen (z. B. Nerven) erforderlich ist, sowie atraumatisches Nahtmaterial oder nur einmal verwendbare Explantationsfräsen, sind gesondert berechnungsfähig.

Kommentare

Oktober 2018

  1. Die Entfernung von Zähnen unabhängig von der Wurzelanzahl durch Osteotomie einschließlich der primären Wundversorgung ist nach der Nummer 3030 zu berechnen.
  2. Wird hierbei eine einmalverwendbare Explantationsfräse eingesetzt, ist diese gesondert berechnungsfähig.
  3. Auch die Entfernung eines enossalen Implantats mit osteotomischen Maßnahmen erfüllt den Leistungsinhalt.
  4. Die Leistung erfordert nicht zwingend die Bildung eines Mukoperiostlappens.
  5. Die Entfernung einer hemisezierten Wurzel mittels Osteotomie wird ebenfalls nach dieser Nummer berechnet.
  6. Beim Einsatz eines Operationsmikroskops wird ein Zuschlag nach der Nummer 0110 berechnet.
  7. Zur Leistungsberechnung tritt der betreffende Zuschlag aus dem Abschnitt L hinzu.
  8. Bei dieser Leistung fällt zusätzlich der OP-Zuschlag nach der Nummer 0500 an, sofern es sich um die höchste zuschlagsfähige Leistung am Operationstag handelt und kein OP-Zuschlag aus der GOÄ zur Berechnung kommt.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Die Entfernung eines enossalen Implantats mit osteotomischen Maßnahmen wird nach der Nr. 3030 GOZ berechnet.
  2. Die Entfernung einer hemisezierten Wurzel mittels Osteotomie wird nach dieser Gebühr berechnet.
  3. Der übliche Wundverschluss ist mit der GOZ-Nr. 3030 abgegolten. Weitergehende plas - tische Maßnahmen an den Weichteilen (z. B. plastischer Wundverschluss oder Anlegen eines gestielten Schleimhautlappens) sind nicht Leistungsinhalt der GOZ-Nr. 3030.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

01.06.2015

  1. Eine Leistung nach der Nr. 3030 GOZ ist mit Versicherten der GKV für Implantatentfernungen vereinbarungsfähig, da eine vergleichbare Leistung im Sachleistungskatalog der GKV nicht enthalten ist.
  2. Zusätzlich anfallende Leistungen im Zusammenhang mit der Entfernung eines enossalen Implantats sind ebenfalls mit dem Patienten privat zu vereinbaren.
  3. Neben der Leistung nach der Nr. 3030 GOZ ist ggf. ein Zuschlag nach der Nr. 0110 (Operationsmikroskop) sowie bei nichtstationärer Durchführung ein entsprechender Zuschlag nach Abschnitt L GOZ berechenbar.
Kommentarquelle:
KZBV

Referenzziffer