2210 Vollkrone (Hohlkehl- oder Stufenpräparation)

Punktzahl:
1678
(1) 94,37 (2.3) 217,06 (3.5) 330,31
Gebührenziffer:
2210
Behandlungsbereich:
Kronen

Beschreibung

Versorgung eines Zahnes durch eine Vollkrone (Hohlkehl- oder Stufenpräparation)

Leistungsinhalt

  • Präparieren des Zahnes,
  • Relationsbestimmung,
  • Abformungen,
  • Einproben,
  • provisorisches Eingliedern,
  • festes Einfügen der Krone,
  • Nachkontrolle und
  • Korrekturen.

Dokumentation

  • Zahnangabe
  • Art und Anzahl der Anästhesien
  • Bei Wiederholung der Anästhesie den Grund angeben
  • Art und Menge des verwendeten Anästhetikums
  • Art der Präparation
  • Art der Krone bzw. des Veneers
  • Durchführung besonderer Maßnahmen (zum Beispiel separiert, Keil etc.) und Zeitpunkt der Ausführung (Präparation oder Füllung)
  • Excision
  • Anlegen Kofferdam
  • Verwendung von flüssigem Kofferdam
  • Art der Eingliederung (Zementierung, adhäsive Befestigung, Verschraubung, provisorische Eingliederung)
  • Bei verschraubten Kronen – ggf. Abdeckung der Schraube mit Kunststoff etc. zusätzlich erfolgte Konditionierung / Silanisierung des Werkstücks
  • Reaktion des Patienten
  • Bewertung des ZE durch Zahnarzt
  • Erfolgte Beratungen
  • Bei Aufbaufüllung Hilfsmittel und Material
  • Politur der Nachbarfüllung
  • Durchführung von zusätzlichen FAL-/FTL-Maßnahmen
  • Ausgewählte Farbe
  • Verwendung eines individuellen Löffels bzw. individualisierten Konfektionslöffels
  • Art und Menge des verwendeten Abformmaterials
  • Art der Bissnahme/verwendetes Material
  • Art der provisorischen Versorgung/verwendetes Material / wie hergestellt, wie ausgearbeitet
  • Dokumentation von Zeitaufwand und Schwierigkeit

Begründungstext

  • Schonendes Beschleifen zur Formgebung bei der Arbeit unterhalb des Zahnfleischrandes, erheblich erschwerte Bedingungen durch eingeschränkte Sichtverhältnisse und den engen, auf kleinste Bewegungen reagierenden, Arbeitsbereich.
  • Erheblich erschwerte Präparation, da bei starkem Substanzverlust mit außergewöhnlich hohem Aufwand retentive, auch subgingival gelegene Areale gewonnen werden mussten.

Abrechnungsbestimmungen

  • Neben den Leistungen nach den Nummern 2200 bis 2220 sind Leistungen nach den Nummern 2050 bis 2130 nicht berechnungsfähig.
  • Durch die Leistungen nach den Nummern 2150 bis 2170 und 2200 bis 2220 sind folgende zahnärztliche Leistungen abgegolten:
  • Präparieren des Zahnes oder Implantats, Relationsbestimmung, Abformungen, Einproben, provisorisches Eingliedern, festes Einfügen der Einlagefüllung oder der Krone oder der Teilkrone oder des Veneers, Nachkontrolle und Korrekturen.
  • Die Leistung nach der Nummer 2210 ist im Zusammenhang mit Implantaten nicht berechnungsfähig.
  • Zu den Kronen nach den Nummern 2200 bis 2220 gehören Kronen (Voll- und Teilkronen) jeder zahntechnischen Ausführung.

amtliche Begründung

  • Die Versorgung eines Implantates mit einer Vollkrone ist nach der Leistung nach der Nummer 2200 zu berechnen; die Berechnung der Leistung nach der Nummer 2210 im Zusammenhang mit der Versorgung eines Implantates ist nicht zulässig.
  • Zur Klarstellung werden die Verschraubung und die Abdeckung mit Füllungsmaterial als Leistungsbestandteil der Einlagefüllungen und Kronenversorgungen ergänzt. Ebenso wird klargestellt, dass Teilkronen und Kronen jeder zahntechnischen Ausführung (z.B. keramische, galvanische und glaskeramische Verblendkronen) den in den Leistungen nach den Nummern 2200 bis 2220 beschriebenen Voll- und Teilkronen zuzuordnen sind.

zusätzlich berechnungsfähig

Abformmaterial
zahntechnische Leistungen gem. § 9 GOZ

Kommentare

Oktober 2018

  • Unter diese Gebührennummer fällt die Versorgung eines mit einer Stufe zu präparierenden Zahnes mit einer Vollkrone. Vollkronen sind Kronen, die einen Zahn zumindest supragingival zirkulär ummanteln.

  • Kronen neben Brücken oder Brückenankern werden nach den Nummern 2200, 2210 oder 2220 berechnet, soweit sie nicht unmittelbar mit Brückengliedern verbunden sind. Eine Krone, die im Brückenverband mit einem Brückenanker verblockt ist, wird nach den Nummern 2200 ff. berechnet. Kronen, die keine Verbindungselemente nach der Nummer 5080, sondern gegossene oder gebogene Halte- oder Stützelemente tragen, werden ebenfalls nach den Nummern 2200 bis 2220 berechnet.
  • Die Versorgung eines Implantats mit einer Krone wird unabhängig von einer eventuellen Präparation des Implantats oder Implantataufbaus in jedem Fall nach der Nummer 2200 und nicht nach dieser Nummer berechnet.
  • Stiftkronen sind im Leistungsverzeichnis nicht abgebildet und werden daher analog berechnet.
Kommentarquelle:
BZÄK

Mai 2013

Abdruckdesinfektion

Desinfektionsmaßnahmen innerhalb der zahnärztlichen Praxis sind generell mit den Praxiskosten abgegolten. Desinfektionsmaßnahmen an zahntechnischen Werkstücken, Abformungen, Registraten etc. sind zahntechnische Leistungen, unabhängig davon, ob sie im Zahnarztpraxislabor oder im Fremdlabor erbracht werden, und sind daher nach § 9 GOZ zu berechnen.

Kommentarquelle:
BZÄK
  • Eine Krone, die im Brückenverband mit einem Brückenanker verblockt ist, wird nach den Nummern 2200 ff. berechnet.
  • Kronen, die keine Verbindungselemente nach der Nummer 5080, sondern gegossene oder gebogene Halte- oder Stützelemente tragen, werden ebenfalls nach den Nummern 2200 bis 2220 berechnet.
  • Der GOZ-Nr. 2200 ist die Krone auf einem Implantat berechnungsmäßig fest zugeordnet, unabhängig von einer ggf. erfolgten zahnärztlichen Präparation des lmplantats oder des Implantataufbaus. In diesem Fall kann die GOZ-Nr. 2210 nicht berechnet werden.
  • Stiftkronen sind im Leistungsverzeichnis nicht abgebildet und werden analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ berechnet.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

01.06.2015

  • Eine Leistung nach der Nr. 2210 ist mit Versicherten der GKV im Rahmen von gleich- oder andersartigem Zahnersatz vereinbarungsfähig.
  • Eine adhäsive Befestigung nach der Nr. 2197 GOZ ist zusätzlich vereinbarungsfähig. Die Vereinbarung nach der Nr. 2197 GOZ führt nicht dazu, dass Regelversorgungsbestandteile, beispielsweise eine Krone nach BEMA, nach GOZ abgerechnet werden können.
Kommentarquelle:
KZBV