2200 Vollkrone (Tangentialpräparation)

Punktzahl:
1322
(1) 74,35 (2.3) 171,01 (3.5) 260,23
Gebührenziffer:
2200
Behandlungsbereich:
Kronen

Beschreibung

Versorgung eines Zahnes oder Implantats durch eine Vollkrone (Tangentialpräparation)

Leistungsinhalt

  • Präparieren des Zahnes oder Implantats,
  • Relationsbestimmung,
  • Abformungen,
  • Einproben,
  • provisorisches Eingliedern,
  • festes Einfügen der Einlagefüllung oder Krone,
  • Nachkontrolle und
  • Korrekturen.

Dokumentation

  • Zahnangabe
  • Art und Anzahl der Anästhesien
  • Bei Wiederholung der Anästhesie den Grund angeben
  • Art und Menge des verwendeten Anästhetikums
  • Art der Präparation
  • Art der Krone bzw. des Veneers
  • Individualisierung des Implantataufbaus
  • Durchführung besonderer Maßnahmen (zum Beispiel separiert, Keil etc.) und Zeitpunkt der Ausführung (Präparation oder Füllung)
  • Excision
  • Anlegen Kofferdam
  • Verwendung von flüssigem Kofferdam
  • Art der Eingliederung (Zementierung, adhäsive Befestigung, Verschraubung, provisorische Eingliederung)
  • Bei verschraubten Kronen – ggf. Abdeckung der Schraube mit Kunststoff etc. zusätzlich erfolgte Konditionierung / Silanisierung des Werkstücks
  • Reaktion des Patienten
  • Bewertung des ZE durch Zahnarzt
  • Erfolgte Beratungen
  • Bei Aufbaufüllung Hilfsmittel und Material
  • Politur der Nachbarfüllung
  • Durchführung von zusätzlichen FAL-/FTL-Maßnahmen
  • Ausgewählte Farbe
  • Verwendung eines individuellen Löffels bzw. individualisierten Konfektionslöffels
  • Art und Menge des verwendeten Abformmaterials
  • Art der Bissnahme/verwendetes Material
  • Art der provisorischen Versorgung/verwendetes Material / wie hergestellt, wie ausgearbeitet
  • Dokumentation von Zeitaufwand und Schwierigkeit

Abrechenbar je

Zahn oder Implantat

Abrechnungsbestimmungen

  • Neben den Leistungen nach den Nummern 2200 bis 2220 sind Leistungen nach den Nummern 2050 bis 2130 nicht berechnungsfähig.
  • Durch die Leistungen nach den Nummern 2150 bis 2170 und 2200 bis 2220 sind folgende zahnärztliche Leistungen abgegolten:
  • Präparieren des Zahnes oder Implantats, Relationsbestimmung, Abformungen, Einproben, provisorisches Eingliedern, festes Einfügen der Einlagefüllung oder der Krone oder der Teilkrone oder des Veneers, Nachkontrolle und Korrekturen.
  • Die Leistung nach Nummer 2200 umfasst auch die Verschraubung und Abdeckung mit Füllungsmaterial.
  • Zu den Kronen nach den Nummern 2200 bis 2220 gehören Kronen (Voll- und Teilkronen) jeder zahntechnischen Ausführung.

amtliche Begründung

  • Die Versorgung eines Implantates mit einer Vollkrone ist nach der Leistung nach der Nummer 2200 zu berechnen; die Berechnung der Leistung nach der Nummer 2210 im Zusammenhang mit der Versorgung eines Implantates ist nicht zulässig.
  • Zur Klarstellung werden die Verschraubung und die Abdeckung mit Füllungsmaterial als Leistungsbestandteil der Einlagefüllungen und Kronenversorgungen ergänzt. Ebenso wird klargestellt, dass Teilkronen und Kronen jeder zahntechnischen Ausführung (z.B. keramische, galvanische und glaskeramische Verblendkronen) den in den Leistungen nach den Nummern 2200 bis 2220 beschriebenen Voll- und Teilkronen zuzuordnen sind.

zusätzlich berechnungsfähig

Abformmaterial
zahntechnische Leistungen gem. § 9 GOZ

Kommentare

Oktober 2018

  • Unter diese Nummer fällt die Versorgung eines tangential zu präparierenden Zahnes mit einer Vollkrone oder eines Implantats. Vollkronen sind Kronen, die einen Zahn oder ein Implantat zumindest supragingival zirkulär ummanteln.
  • Kronen neben Brücken oder Brückenankern werden nach den Nummern 2200, 2210 oder 2220 berechnet, soweit sie nicht unmittelbar mit Brückengliedern verbunden sind. Eine Krone, die im Brückenverband mit einem Brückenanker verblockt ist, wird nach den Nummern 2200 ff. berechnet.
  • Kronen, die keine Verbindungselemente nach der Nummer 5080, sondern gegossene oder gebogene Halte- oder Stützelemente tragen, werden ebenfalls nach den Nummern 2200 bis 2220 berechnet.
  • Die Versorgung eines Implantats mit einer Krone wird unabhängig von einer ggf. erforderlichen zahnärztlichen Präparation des Implantats oder Implantataufbaus in jedem Fall nach der Nummer 2200 berechnet.
  • Wird ein Implantataufbau im zahntechnischen Labor individualisiert, z. B. zum Ausgleich von Divergenzen, so kann die Leistung nach § 9 GOZ berechnet werden.
  • Die Verschraubung von Implantat und Suprakonstruktion sowie der Verschluss eines Schraubenkanals sind nicht gesondert berechnungsfähig. Nachkontrollen und ggf. Korrekturen an der Krone im zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung sind Bestandteil der Leistung.
  • Stiftkronen sind im Leistungsverzeichnis nicht abgebildet und werden daher analog berechnet.
Kommentarquelle:
BZÄK

Mai 2013

Abdruckdesinfektion

Desinfektionsmaßnahmen innerhalb der zahnärztlichen Praxis sind generell mit den Praxiskosten abgegolten. Desinfektionsmaßnahmen an zahntechnischen Werkstücken, Abformungen, Registraten etc. sind zahntechnische Leistungen, unabhängig davon, ob sie im Zahnarztpraxislabor oder im Fremdlabor erbracht werden, und sind daher nach § 9 GOZ zu berechnen.

Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Der GOZ-Nr. 2200 ist der Krone auf einem Implantat berechnungsmäßig fest zugeordnet, unabhängig von einer ggf. erfolgten zahnärztlichen Präparation des lmplantats oder des Implantataufbaus.
  2. Eine individuelle Mesokonstruktion, die auf dem Implantat axial verschraubt wird und Träger der querverschraubten und/oder zementierten Krone ist (zum Achsneigungsausgleich), ist nicht in der GOZ 2012 enthalten. Es handelt sich um eine selbstständige zahnärztliche Leistung, die analog nach § 6 Abs. 1 GOZ berechnet werden muss.
  3. Die Präparation des Aufbaus kann als zahntechnische Leistung gem. § 9 GOZ zusätzlich berechnet werden.
  4. Eine Krone, die im Brückenverband mit einem Brückenanker verblockt ist, wird nach den Nummern 2200 ff. berechnet.
  5. Kronen, die keine Verbindungselemente nach der Nummer 5080, sondern gegossene oder gebogene Halte- oder Stützelemente tragen, werden ebenfalls nach den Nummern 2200 bis 2220 berechnet.
  6. Stiftkronen sind im Leistungsverzeichnis nicht abgebildet und werden analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ berechnet.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

01.06.2015

  1. Eine Leistung nach der Nr. 2200 GOZ ist mit Versicherten der GKV im Rahmen einer gleich- oder andersartigen Versorgung vereinbarungsfähig.
  2. Die Nr. 2200 GOZ ist auch für Kronen auf Implantatabutments jeglicher Art ansetzbar.
  3. Das Bearbeiten eines Abutments im Labor ist eine zahntechnische Leistung, die nach der Bundeseinheitlichen Benennungsliste für zahntechnische Leistungen (BEB) abgerechnet werden kann.
  4. Eine adhäsive Befestigung nach der Nr. 2197 GOZ ist zusätzlich vereinbarungsfähig. Die Vereinbarung nach der Nr. 2197 GOZ führt nicht dazu, dass Regelversorgungsbestandteile, beispielsweise eine Krone nach BEMA, nach GOZ abgerechnet werden können.
Kommentarquelle:
KZBV