2130 Kontrolle, Finieren/Polieren einer Füllung

Punktzahl:
104
(1) 5,85 (2.3) 13,45 (3.5) 20,47
Gebührenziffer:
2130
Behandlungsbereich:
Füllungen

Beschreibung

Kontrolle, Finieren/Polieren einer Restauration in separater Sitzung, auch Nachpolieren einer vorhandenen Restauration

Leistungsinhalt

Klinische Kontrolle und Maßnahmen an einer vorhandenen Füllung oder Restauration.

Dokumentation

  • Zahnangabe
  • Maßnahme
  • Füllungslage
  • Dokumentation von Zeitaufwand und Schwierigkeit

Abrechenbar je

Füllung/Restauration

Abrechnungsbestimmungen

  • Neben den Leistungen nach den GOZ-Nummern 2200 bis 2220 sind die Leistungen nach den GOZ-Nummern 2050 bis 2130 nicht berechnungsfähig.

amtliche Begründung

  • Die bisher nach Größe der Füllung differenzierte Abbildung der Politur einer Amalgamfüllung in einer auf das Legen der Füllung folgenden Sitzung wird geändert.
  • Die Politur wird in einer Leistung zusammengefasst. Diese gilt die Politur bzw. das Finieren jeder Füllung (z.B. Amalgam oder Kompositmaterialien) in einer gesonderten Sitzung nach dem Legen der jeweiligen Füllung unabhängig von der Größe der Füllung ab.
  • Die Leistung ist auch berechnungsfähig, wenn z.B. bereits länger vorhandene Füllungen nachpoliert werden müssen.

Kommentare

Oktober 2018

  1. Die Leistung beinhaltet neben der klinischen Kontrolle Maßnahmen an einer vorhandenen Füllung oder Restauration.
  2. Die Nummer 2130 gilt für alle vorhandenen Füllungen und Restaurationen unabhängig vom Material und von der Anzahl der Flächen.
  3. Sie ist je Füllung bzw. Restauration, ggf. auch mehrfach pro Zahn berechnungsfähig.
  4. Sie kann nur in separater Sitzung berechnet werden.
  5. Die Politur von einer in vorangegangener Sitzung gelegten Füllung/Restauration wird nach dieser Nummer berechnet, sofern die Politur nicht Bestandteil der Leistung ist. Restaurationen sind nach der gebührenrechtlichen Definition plastische Füllungen. Deren Politur wird nach der Geb.-Nr. 2130 berechnet.
  6. Rekonstruktionen sind nach der Definition zahntechnisch hergestellte Zahnversorgungen (Inlays, Kronen, Brücken). Deren Politur ist Leistungsbestandteil der Nummer 1040/4050 ff. Oberflächenformverändernde Maßnahmen können je nach Umfang nach den Nummern 4030 oder 2320 berechnet werden.
  7. Für die Politur älterer Restaurationen kann diese Nummer immer in Ansatz gebracht werden, auch dann, wenn sitzungsgleich an diesem Zahn an anderer Stelle eine neue Restauration gelegt wird.
  8. Wird ein der Gebührennummer 2130 GOZ vergleichbarer Leistungsinhalt an einer Einlagefüllung nach 2150-2170 GOZ erbracht, so ist diese Leistung analog zu berechnen.
  9. Für die Politur älterer Restaurationen kann diese Nummer immer in Ansatz gebracht werden auch dann, wenn sitzungsgleich an diesem Zahn an anderer Stelle eine neue Restauration gelegt wird.
     
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Die GOZ-Nr. 2130 kommt zur Anwendung, wenn die primäre Politur unterblieben ist bzw. wenn sich bereits polierte Restaurationen anlässlich einer klinischen Kontrolle in einer Folgesitzung als nachbearbeitungswürdig erweisen.
  2. Die Gebühr kann berechnet werden, wenn „ältere“ vorhandene Restaurationen nachpoliert werden müssen.
  3. Die GOZ-Nr. 2130 ist je Füllung bzw. Restauration, ggf. auch mehrfach pro Zahn, berechnungsfähig.
  4. Die Kontrolle, das Finieren/Polieren bzw. die Nachpolitur können berechnet werden, wenn der Zahnarzt die Restauration nicht selbst appliziert hat.
  5. Die Leistung nach GOZ-Nr. 2130 kann nicht für Kontrollen und Korrekturen im Sinne von Finieren/Polieren oder Nachpolieren im Zusammenhang mit dem Ersteingliedern von Einlagefüllungen, Teilkronen bzw. Veneers, Kronen bzw. Brücken angesetzt werden.
  6. Die Politur ist Leistungsbestandteil der Füllungsleistungen nach GOZ-Nrn. 2050 bis 2120. Für die abschließende Politur kann die GOZ-Nr. 2130 nicht berechnet werden.
  7. Die GOZ-Nr. 2130 kann nicht für die alleinige Kontrolle einer Füllung berechnet werden.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

01.06.2015

  1. Eine Leistung nach der Nr. 2130 GOZ ist mit Versicherten der GKV vereinbarungsfähig, da eine vergleichbare Leistung im Sachleistungskatalog der GKV nicht enthalten ist.
  2. Eine Vereinbarung der Nr. 2130 GOZ ist zum Beispiel für die Nachpolitur einer älteren Restauration (z. B. direkte/indirekte Füllung) möglich.
  3. Die Abrechnungsbestimmungen der Nummern 13a - g BEMA sind zu beachten, die Politur ist Leistungsbestandteil dieser Gebührennummern. Ebenso ist auch die Politur einer in vorausgegangener Sitzung gelegten Füllung (Nrn. 2060, 2080, 2100 und 2120 GOZ) oder Restauration nicht nach Nr. 2130 GOZ vereinbarungsfähig, da die Politur Bestandteil dieser Leistung ist.
Kommentarquelle:
KZBV