5370 Computergesteuerte Tomographie im Kopfbereich

Gebührenziffer:
5370

Beschreibung

Computergesteuerte Tomographie im Kopfbereich – gegebenenfalls einschließlich des kraniozervikalen Übergangs

Privat abrechnen

Punktzahl:
2000
(1) 116,57 (2.3) 268,12 (3.5) 408,01
Abrechenbar je:
je Sitzung

Kommentare

  1. Diese Leistung kommt ggf. für die computergestützte funktionelle Kiefergelenksdiagnostik durch opto-elektronische, elektro-magnetische oder elektro-mechanische kinematische Verfahren in Frage.
  2. Die Leistungen aus dem Teil O (Strahlendiagnostik) der GOÄ gehören zum sogenannten „reduzierten Gebührenrahmen“ und dürfen nur bis zum 1,8fachen (Mittelwert) bzw. mit Begründung bis zum 2,5fachen (Höchstsatz) berechnet werden (§ 5 Abs. 3 GOÄ).
  3. Werden Röntgenaufnahmen z.B. an Gutachter versandt, können Versand- und Portokosten berechnet werden.
  4. Aufbewahrungsfrist: 10 Jahre bzw. mindestens bis zum 28. Lebensjahr des Patienten lt. Röntgenverordnung gilt auch für privatversicherte Patienten!
  5. Die Röntgenleistungen sind unteilbar! (Allgmeine Bestimmung Teil O GOÄ Abschnitt I. Strahlendiagnostik). Werden technische Ausführung und Befundung örtlich und personell getrennt voneinenader durchgeführt, kann nur derjenige die Gebühr erheben, der die Aufnahme erstellt. Die Aufteilung des Honorars kann nur im Binnenverhältnis erfolgen.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

März 2012

Digitale Volumentomografie (DVT)

  1. Der Zahnarzt mit DVT-Fachkunde-Nachweis und DVT-Gerät berechnet für die Anfertigung und Befundung einer DVT-Aufnahme die GOÄ Nummer 5370. Die anschließende computergesteuerte Analyse mit einer 3-D-Rekonstruktion wird nach der Zuschlagsnummer GOÄ 5377 berechnet.
  2. Der Zahnarzt ohne DVT-Fachkunde-Nachweis darf weder eine rechtfertigende Indikation zur DVT-Aufnahme stellen noch darf er eine solche Aufnahme befunden. Eine Berechnungsmöglichkeit ergibt sich somit nicht.

 

Kommentarquelle:
BZÄK

Oktober 2015

  1. Der Zahnarzt mit DVT-Fachkunde-Nachweis, aber ohne DVT-Gerät, kann für eine andernorts angefertigte DVT-Aufnahme keine Gebühr berechnen, da die Befundung zwingender Bestandteil der Röntgenuntersuchung ist.
  2. Eine Trennung zwischen technischer Anfertigung einer DVT- Aufnahme und ihrer Befundung ist gebührenrechtlich und nach der Röntgenverordnung nicht gestattet. In diesem Fall ist auch die anschließende computergesteuerte Analyse mit einer 3-DRekonstruktion nach der Zuschlags Nummer GOÄ 5377 nicht berechnungsfähig, da sie als Zuschlagsposition nur in Verbindung mit der GOÄ 5370 angesetzt werden kann. Aus demselben Grund scheidet die Heranziehung der GOÄ 5377 als Analogleistung nach § 6 Abs. 1 der GOZ aus.
  3. Für den Fall der DVT-Aufnahme durch einen Zahnarzt mit Fachkunde für einen Zahnarzt ohne DVT-Gerät, aber mit Fachkunde, kann sich die Schwierigkeit einer Kostenaufteilung ergeben. Hierfür gibt die GOÄ keine gebührenrechtlich unangreifbare Handhabe. Hinweise, wie in solchen Fällen verfahren werden kann, können die Landeszahnärztekammern geben.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Der Vorstand der Bundesärztekammer hat für die DVT am 20. Mai 2012 nachfolgende, vom Ausschuss „Gebührenordnung“ der Bundesärztekammer am 19. März 2012 befürwortete, Abrechnungsempfehlung beschlossen (DÄ, Heft 49/2012): „Abrechnung der digitalen Volumentomographie analog Nr. 5370 GOÄ“.
Kommentarquelle:
Bundesärztekammer

01.09.2017

  • Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt die Abrechnung der Digitalen Volumentomograpie im Kopfbereich originär nach der GOÄ Nr. 5370. Die Bundesärztekammer empfiehlt die analoge Berechnung nach der gleichen Gebührennummer. (Beschluss Vorstand BÄK vom 20.05.2012).
  • Der Zahnarzt mit DVT-Fachkunde-Nachweis und DVT-Gerät berechnet für die Anfertigung und Befundung einer DVT-Aufnahme die GOÄ Nummer 5370. Die anschließende computergesteuerte Analyse mit einer 3-D-Rekonstruktion wird nach der Zuschlagsnummer GOÄ 5377 berechnet.
  • Der Zahnarzt ohne DVT-Fachkunde-Nachweis darf weder eine rechtfertigende Indikation zur DVT-Aufnahme stellen, noch darf er eine solche Aufnahme befunden. Eine Berechnungsmöglichkeit ergibt sich somit nicht.
  • Der Zahnarzt mit DVT-Fachkunde-Nachweis aber ohne DVT-Gerät kann für eine andernorts angefertigte DVT-Aufnahme keine Gebühr berechnen, da die Befundung zwingender Bestandteil der Röntgenuntersuchung ist. Eine Trennung zwischen technischer Anfertigung einer DVT- Aufnahme und ihrer Befundung ist gebührenrechtlich nicht gestattet. In diesem Fall ist auch die anschließende computergesteuerte Analyse mit einer 3-D-Rekonstruktion nach der Zuschlags Nummer GOÄ 5377 nicht berechnungsfähig, da sie als Zuschlagsposition nur in Verbindung mit der GOÄ 5370 angesetzt werden kann. Aus demselben Grund scheidet die Heranziehung der GOÄ 5377 als Analogleistung nach § 6 Abs. 1 der GOZ aus.
  • Für den Fall der DVT-Aufnahme durch einen Zahnarzt mit Fachkunde für einen Zahnarzt ohne DVT-Gerät aber mit Fachkunde kann sich die Schwierigkeit einer Kostenaufteilung ergeben. Hierfür gibt die GOÄ keine gebührenrechtlich unangreifbare Handhabe. Die reine Befundung des DVT ist Leistungsbestandteil der GOÄ Nr. 5370. Die Berechnung des Zuschlags nach GOÄ Nr. 5377 ist daneben nicht möglich.
Kommentarquelle:
BZÄK