5 Symptombezogene Untersuchung

Gebührenziffer:
5
Behandlungsbereich:
Allgemeine Leistungen

Beschreibung

Symptombezogene Untersuchung

Privat abrechnen

Punktzahl:
80
(1) 4,66 (2.3) 10,72 (3.5) 16,32
Abrechenbar je:
Behandlungsfall

Abrechnungsbestimmungen

  1. Die Leistung nach Nummer 5 ist neben den Leistungen nach den Nummern 6 bis 8 nicht berechnungsfähig.

Leistungsinhalt

  • Symptombezogene Untersuchung = lokal begrenzte Untersuchung (z. B. bei Schmerzpatienten)

Kommentare

  1. Die symptombezogene Untersuchung geht immer dann einer vollständigen Untersuchung voraus, wenn Akutsymptome schnelles Handeln erfordern (z.B. akute Schmerzzustände, Traumata, ästhetische Notfälle).
  2. Neben der Nr. Ä5 sind die Beratungsgebühren Ä1, Ä3 und Ä4 berechnungsfähig, zusätzlich die Zuschläge A – D und K1.
  3. Die Leistung nach Nr. Ä5 ist während eines Krankheitsfalles im Behandlungsfall (= Zeitraum eines Monats) nur einmal berechnungsfähig.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

01.09.2017

  • Die Leistung nach der GOÄ Nr. 0005 ist neben Leistungen nach den Abschnitten C. bis O. der GOÄ im Behandlungsfall nur einmal berechnungsfähig.
  • Als Behandlungsfall gilt für die Behandlung derselben Erkrankung der Zeitraum eines Monats nach der jeweils ersten Inanspruchnahme des Arztes. Eine neue, andere Erkrankung oder eine wesentliche Veränderung der ursprünglichen Erkrankung begründet einen neuen Behandlungsfall und berechtigt zur erneuten Berechnung der GOÄ Nr. 0005 neben Leistungen der Abschnitte C. bis O. der GOÄ.
  • Eine entsprechende Dokumentation ist erforderlich und eine Nennung der Diagnose und Angabe „neuer Behandlungsfall“ in der Liquidation zur Vermeidung von Rückfragen sinnvoll.
  • Eine derartige Beschränkung zur Berechnung der GOÄ Nr. 0005 neben Leistungen der GOZ existiert im Unterschied zur Beschränkung bei der Anwendung der GOÄ Nr. 0003 nicht. Daher ist eine mehrfache Berechnung auch innerhalb desselben Behandlungsfalles dann möglich, wenn keine zusätzlichen Leistungen aus den Abschnitten C. bis O. der GOÄ erbracht werden, z. B. bei einer Verlaufskontrolle.
  • Zu beachten ist allerdings, dass die GOÄ Nr. 0005 aufgrund § 4 Abs. 2 GOZ/§ 4 Abs. 2a GOÄ nicht den Leistungsinhalt oder einen Leistungsbestandteil einer sitzungsgleich berechneten Gebührennummer der GOZ abbilden darf.
  • Eine entsprechende Dokumentation des Gegenstands und der Art der symptombezogenen Untersuchung ist dringend zu empfehlen.
Kommentarquelle:
BZÄK