1 Beratung, auch telefonisch

Gebührenziffer:
1
Behandlungsbereich:
Beratungen/Besuche

Beschreibung

Beratung, auch telefonisch

Gesetzlich abrechenbar

BEMA Bewertungszahl:
9

Dokumentation

  • Beratungsthema
  • Dauer der beratenden Tätigkeit
  • Beratungsergebnis
Abrechenbar je:
Behandlungsfall

Abrechnungsbestimmungen

  1. neben der 1. Sonderleistung im Quartal (Behandlungsfall)
  2. als alleinige Leistung immer
  3. bei Quartalswechsel nach Ablauf von 18 Tagen, nach der vorausgegangenen 01 oder Ä1

Leistungsinhalt

  • beratende Tätigkeit des Zahnarztes
  • kurze, symptombezogene Untersuchung

Privat abrechnen

Punktzahl:
80
(1) 4,66 (2.3) 10,72 (3.5) 16,32
Abrechenbar je:
Behandlungsfall

Abrechnungsbestimmungen

  1. Als Behandlungsfall gilt für die Behandlung derselben Erkrankung der Zeitraum eines Monats nach der jeweils ersten Inanspruchnahme des Arztes.
  2. Die Leistungen nach den Nummern 1 und/oder 5 sind neben Leistungen nach den Abschnitten C bis O im Behandlungsfall nur einmal berechnungsfähig.
  3. Die Leistungen nach den Nummern 1, 3, 5, 6, 7 und/oder 8 können an demselben Tag nur dann mehr als einmal berechnet werden, wenn dies durch die Beschaffenheit des Krankheitsfalls geboten war. Bei mehrmaliger Berechnung ist die jeweilige Uhrzeit der Leistungserbringung in der Rechnung anzugeben. Bei den Leistungen nach den Nummern 1, 5, 6, 7 und/oder 8 ist eine mehrmalige Berechnung an demselben Tag auf Verlangen, bei der Leistung nach Nummer 3 generell zu begründen.
  4. Die Leistungen nach den Nummern 1, 3, 22, 30 und/oder 34 sind neben Leistungen nach den Nummern 804 bis 812, 817, 835, 849, 861 bis 864, 870, 871, 886 sowie 887 nicht berechnungsfähig.
  5. Anstelle oder neben der Visite im Krankenhaus sind die Leistungen nach den Nummern 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und/oder 15 nicht berechnungsfähig.

Leistungsinhalt

  • beratende Tätigkeit des Zahnarztes
  • beratendes Telefonat
  • indirekte Beratung über eine berechtigte Bezugsperson (z. B. Elternteil, Pflegeperson)

Kommentare

  1. Eine Beratungsgebühr (Ä1) ist je Behandlungsfall einmal neben anderen Leistungen aus der GOZ und aus den Abschnitten C – O der GOÄ berechnungsfähig.
  2. Als alleinige Leistung ist die Nr. Ä1 immer berechnungsfähig.
  3. Findet eine Beratung im Zusammenhang mit einer neuen Erkrankung statt, ist die erneute Berechnung der Nr. Ä1 auch innerhalb des Zeitraumes von einem Monat möglich.
  4. Neben der Ä1 können die Nr. 0010 (eingehende Untersuchung), die Ä6 (vollständige Untersuchung des stomatognathen Systems) oder die Ä5 (symptombezogene Untersuchung) in derselben Sitzung abgerechnet werden.
  5. Zusätzlich berechnungsfähig sind die Zuschläge A – D
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen

01.09.2017

  • Die GOÄ Nr. 0001 kann je Behandlungsfall neben den Leistungen nach Abschnitt C. bis O. für die Behandlung derselben Erkrankung im Zeitraum eines Monats nach der jeweils ersten Inanspruchnahme des Arztes berechnet werden. Eine erneute Berechnung der Beratung für die gleiche Erkrankung oder Gruppe von Erkrankungen ist erst wieder nach Ablauf eines Monats zusätzlich eines Tages möglich (BGB 188 Abs. 2). Die zeitgleiche mehrfache Berechnung für ein Konglomerat von Erkrankungen, welche miteinander in Verbindung stehen, ist nicht möglich. Allerdings ist die Berechnung für eine weitere, innerhalb der Monatsfrist neu aufgetretene Erkrankung möglich. Dies sollte dann entsprechend auf der Rechnung dokumentiert werden.
  • Die Berechnung als alleinige Leistung ohne Berechnung weiterer Leistungen des Abschnitts C. bis O. zum gleichen Zeitpunkt ist möglich.
  • Die Leistung kann an demselben Tag nur dann mehr als einmal berechnet werden, wenn dies durch die Beschaffenheit des Krankheitsfalls geboten war. Bei mehrmaliger Berechnung ist die jeweilige Uhrzeit der Leistungserbringung in der Rechnung anzugeben.
  • Eine Berechnung ist auch dann möglich, wenn sie gegenüber einer Bezugsperson des Kranken erfolgt.
  • Wenn aufgrund der Ausschlussbestimmungen zur GOÄ Nr. 0003 (nur berechnungsfähig als einzige Leistung oder im Zusammenhang mit einer Untersuchung nach den Nummern 0005, 0006, ...) selbst bei einer Überschreitung der 10 Minuten nur die GOÄ Nr. 0001 berechenbar ist, so kann nur nach § 5 Abs. 2 GOÄ der Steigerungssatz z. B. mit entsprechender Angabe der Beratungszeit gesteigert werden.
  • Gemäß den Bestimmungen zur GOÄ Nr. 0045 und 0046 ist die 0001 neben oder anstelle dieser Leistungen nicht berechnungsfähig. Werden zu einem anderen Zeitpunkt an demselben Tag andere Leistungen des Abschnitts B erbracht, so können diese mit Angabe der Uhrzeit für die Visite und die anderen Leistungen aus Abschnitt B berechnet werden.
  • Die GOÄ Nrn. 0004 und 0001 sind nicht nebeneinander berechenbar, wenn sich sämtliche Bestandteile der Legenden zu den Nrn. 0001 und 0004 (Anamnese, Beratung, Fremdanamnese, Unterweisung) an ein und dieselbe Person richten, wie dies z. B. der Fall ist bei Mutter und Kleinkind oder Betreuer und schwerst kommunikationsgestörten Patienten. (Beschluss des Gebührenausschusses der BÄK vom 21.05.1997)
  • Eine ausführliche schriftliche Beratung auf Wunsch des Patienten kann ggf. den Leistungsinhalt der GOÄ Nr. 0080 erfüllen.
  • Unter der Voraussetzung, dass es sich nicht um einen Erstkontakt handelt und sich der Behandler persönlich mit dem Patienten und dessen Krankheitsfall befasst hat, ist die Verwendung elektronischer Kommunikationsmittel nicht ausgeschlossen.
Kommentarquelle:
BZÄK

Abrechnungsbeispiele

Referenzziffer