9060 Auswechseln von Aufbauelementen im Reparaturfall

Punktzahl:
313
(1) 17,60 (2.3) 40,49 (3.5) 61,61
Gebührenziffer:
9060
Behandlungsbereich:
Implantologie

Beschreibung

Auswechseln von Aufbauelementen (Sekundärteilen) im Reparaturfall einschließlich Abnahme und Wiederbefestigung der Suprakonstruktion.

Abrechenbar je

Implantat
je Sitzung

Abrechnungsbestimmungen

  • Die Leistung nach Nummer 9060 ist für ein Implantat höchstens einmal je Sitzung berechnungsfähig.

amtliche Begründung

  • Die Leistung nach der Nummer 9060 bezieht sich auf den Reparaturfall.
  • Je Sitzung kann die Leistung nach der Nummer 9060 nur einmal je Implantat berechnet werden.
  • Ein im Einzelfall erhöhter Aufwand z.B. bei einer gebrochenen Schraube kann bei der Bemessung des Honorars im Gebührenrahmen berücksichtigt werden.

zusätzlich berechnungsfähig

Implantatteile

Berechnung daneben ausgeschlossen

Kommentare

Oktober 2018

  1. Aufbauelemente bzw. Sekundärteile auf Implantaten unterliegen Verschleißbelastungen, sodass ihr Austausch gegen neue Teile erforderlich werden kann.
  2. Zu den Sekundärteilen zählen auch Befestigungsschrauben. Das gilt sowohl für Abutmentverschraubungen als auch Koronalverschraubungen, sofern diese ausgetauscht werden.
  3. Dieser Wechselvorgang erfolgt unabhängig von der ursprünglichen prothetischen Implantatversorgung und dient im weitesten Sinne der Wiederherstellung der Funktion.
  4. Die Gebührennummer kann je Implantat berechnet werden.
  5. Diese Position bildet nicht das Entfernen eines intraimplantär frakturierten Aufbauelements ab. Bei dem extrem zeit- und materialaufwändigen Entfernen eines frakturierten Aufbauteilfragmentes aus dem Implantatinneren erfolgt die Berechnung zusätzlich nach § 6 Abs. 1 GOZ.
  6. Wiederbefestigung der Aufbauelemente zum Zweck der Reinigung nach rekonstruktiver Phase ist nicht beschrieben und daher analog zu berechnen.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Alle Teile, die nicht mit dem Implantat verlötet, untrennbar verklebt oder verschweißt sind, gelten als Sekundärteile. Werden während der rekonstruktiven Phase bei allen Einproben die Sekundärteile, die das Implantatinnere schützen und die Gingiva ausformen, mit besonderen Schraubenziehern oder entsprechend hergestellten Instrumenten entfernt und durch andere Sekundärteile, z.B. Abdruckpfosten, ersetzt, ist eine Berech nung der Nr. 9050 pro Implantatpfosten gerechtfertigt.
  2. Die Abrechnungsbestimmung beschränkt die Häufigkeit der Berechnung auf 1x je Implantat und Sitzung.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen