9020 Temporäres Implantat

Punktzahl:
515
(1) 28,96 (2.3) 66,62 (3.5) 101,38
Gebührenziffer:
9020
Behandlungsbereich:
Implantologie

Beschreibung

Insertion eines Implantates zum temporären Verbleib, auch orthodontisches Implantat

Leistungsinhalt

  • Einbringen eines temporären Implantats
  • Einbringen eines orthodontischen Implantats

Abrechenbar je

Implantat

Abrechnungsbestimmungen

  • keine

amtliche Begründung

  • Die Leistung nach der Nummer 9020 bildet die Einbringung von Implantaten zum temporären Verbleib ab.
  • Zu diesen - in der Regel transgingival eingebrachten - Implantaten gehören auch die orthodontischen, im Rahmen kieferorthopädischer Maßnahmen genutzten Implantate.

zusätzlich berechnungsfähig

Knochenersatzmaterialien sowie Materialien zur Förderung der Blutgerinnung oder der Geweberegeneration (z. B. Membranen), zur Fixierung von Membranen, zum Verschluss von oberflächlichen Blutungen bei hämorrhagischen Diathesen oder, wenn dies zum Schutz wichtiger anatomischer Strukturen (z. B. Nerven) erforderlich ist, sowie atraumatisches Nahtmaterial oder nur einmal verwendbare Explantationsfräsen, sind gesondert berechnungsfähig.
Implantate, Implantatteile, Implantatfräsen

Kommentare

Oktober 2018

  1. Die Insertion eines Implantats zum temporären Verbleib dient der übergangsweisen Stabilisierung einer abnehmbaren prothetischen Versorgung. Die Leistung erfolgt in der Regel im Vorfeld einer definitiven implantatgetragenen prothetischen Rehabilitation.
  2. Implantate zum temporären Verbleib sind in der Regel geringer dimensioniert als Implantate zur definitiven Versorgung. Sie können auch transgingival gesetzt werden. Durch ihre Oberflächentextur sind sie wieder entfernbar. Im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung werden sie auch als Verankerungselement für orthodontische Hilfsmittel benutzt.
  3. Die Leistung ist je gesetztem Implantat berechnungsfähig.
  4. Bei dieser Leistung fällt zusätzlich der OP-Zuschlag nach der Nummer 0510 an, sofern es sich um die höchste zuschlagsfähige Leistung am Operationstag handelt und kein OP-Zuschlag aus der GOÄ zur Berechnung kommt.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Die Insertion eines provisorischen Implantats ist ausschließlich nach der GOZ-Nr. 9020 zu berechnen und zwar unabhängig davon, ob eine Knochenkavität präpariert wird oder das Implantat transgingival eingebracht wird.
  2. Ein intraossäres paramedian im Gaumen implantiertes orthodontisches Implantat ist nach der GOZ-Nr. 9020 zu berechnen. Die Eingliederung von orthodontischen Hilfsmitteln kann nach dem GOZ-Teil G (KFO) zusätzlich berechnet werden.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen