9003 Verwenden einer Orientierungsschablone/Positionierungsschablone

Punktzahl:
100
(1) 5,62 (2.3) 12,94 (3.5) 19,68
Gebührenziffer:
9003
Behandlungsbereich:
Implantologie

Beschreibung

Verwenden einer Orientierungsschablone/Positionierungsschablone zur Implantation

Leistungsinhalt

Intraoperative Verwendung einer Schablone zur Insertion eines oder mehrerer Implantate.

Abrechnungsbestimmungen

  • Bei Verwendung einer Orientierungsschablone sind die Material- und Laborkosten gesondert berechnungsfähig.

amtliche Begründung

  • Die Leistungen nach den Nummern 9003 und 9005 bilden die Nutzung spezieller Schablonen für die Einbringung des Implantats in den Kieferknochen ab. Die Leistung nach der Nummer 9003 beschreibt eine Schablone (Orientierungs- oder Positionierungsschablone), die der Positionierung des Implantates nach prothetischen Maßgaben entspricht, d.h., diese Art der Schablone gibt die Implantatposition vor, die für eine nachfolgende Kronenversorgung günstig erscheint.
  • In Erweiterung hierzu bildet die Leistung nach der Nummer 9005 die Anwendung einer auf dreidimensionale Daten gestützten Schablone (Navigations- oder chirurgische Führungsschablone) ab. Hierbei wird zusätzlich zu der o.a. prothetischen Positionierung des Implantates das individuelle Knochenangebot exakt berücksichtigt, sodass diese Art der Schablone z.B. die Tiefenpositionierung und Winkelstellung des Implantates im Knochenlager vorgibt.

Kommentare

Oktober 2018

  1. Die Gebührennummer beschreibt die intraoperative Verwendung einer Schablone zur Insertion eines Implantats oder mehrerer Implantate. Die Orientierungs- bzw. Positionierungsschablone wird im Gegensatz zur diagnostischen Schablone (Röntgenmessschablone) als operative Schablone (Bohrschablone) verwendet und dient der Übertragung der diagnostisch festgelegten Implantatposition auf den Operationssitus.
  2. Die Leistung ist je Kiefer, in dem eine Implantation geplant ist, berechnungsfähig, also auch, wenn es zur Implantation selbst nicht mehr gekommen ist.
  3. Der zahnärztliche Aufwand im Zusammenhang mit der Herstellung der Schablone ist im Leistungstext nicht beschrieben und kann daher nach § 6 Abs. 1 analog berechnet werden.
Kommentarquelle:
BZÄK
  1. Die ggf. verwendeten Fixierungselemente in der Implantationssitzung sowie die Material- und Laborkosten der Navigationsschablone sind gesondert berechnungsfähig.
  2. Bei Verwendung derselben oder einer anderen Schablone in zeitlich getrennten Implantationssitzungen ist die Leistung je Sitzung berechenbar.
  3. Bei ggf. zeitlich getrennter Implantation in einem Kiefer kann die GOZ-Nr. 9003  bei Verwendung derselben Schablone auch ein zweites Mal berechnet werden.
Kommentarquelle:
Dr. Hinz Praxis & Wissen